„Ich brauche noch ein wenig Zeit“ oder „Ich bin derzeit noch nicht bereit für eine Beziehung“ – fast jeder kennt sie, diese abgedroschenen Sprüche, die am Ende doch nur eines bedeuten: keine Partnerschaft zu wollen.

So harmlos diese Worte an und für sich wirken, so erschütternd ist zumeist ihre Wirkung – zumindest dann, wenn sie in einer fortgeschrittenen Kennenlernphase oder noch sehr jungen Beziehung fallen und als Adressaten die- oder denjenigen im Visier haben, der sich ernsthaft verliebt hat.

Dann sind sie schwerer verkraftbar als ganz zu Beginn eines Kontaktes, der bis dato vielleicht nur aus ein, zwei Dates bestand.

Befindet man sich aber bereits mitten drin in einer neuen Zweierkiste und es läuft nicht so richtig rund, gibt es noch eine dritte (Eskalations)Stufe, die meist dann „gezündet“ wird, wenn es nicht mehr vor und nicht mehr zurück geht und beide Partner sich emotional verhakt haben.

Meist ist ein Streit der Auslöser, nicht selten auch ein Missverständnis.

Sie ahnen vielleicht schon, worum es geht und haben das vielleicht selbst schon einmal am eigenen Leib erfahren: gemeint ist eine Kontaktsperre über einen bestimmten Zeitraum. Für diese Tage oder Wochen vereinbaren beide Partner, sich weder telefonisch noch per Nachrichten zu hören – der Sinn der Sache ist in fast allen Fällen, dass beide Zeit haben, sich über die Verbindung klar zu werden, um danach zu schauen, wie es weitergeht.

Meist ist einer der Partner – klar! – der treibende Keil für dieses fragwürdige Unterfangen, der andere – oft der verliebtere – macht dann eben (wohl oder übel) mit.

Die traurige Wahrheit allerdings ist, dass eine Kontaktsperre mitnichten eine positive Wendung für die Beziehung, sondern meist das Ende bringt.

Wie schon angedeutet, sind oft auch Missverständnisse der Grund für eine Kontaktsperre, vor allem dann, wenn das Kennenlernen in einer Singlebörse begann.

Zumindest hören wir das ganz oft im Zusammenhang mit unserem Fremdgeher-Aufdeckportal wen-datet-er-noch.de, wenn Frauen uns nämlich berichten, dass sie den Partner, den sie ebenso verliebt wähnten, mitten in der Beziehung wieder (oder noch) online gesehen haben – also aktiv beim digitalen Dating am Start.

Nicht selten folgte seitens dieser Frauen die Konfrontation der Männer mit dieser Info – diese wiederum taten das als Petitesse ab, gaben oft sogar an, dass sie dort nur online waren, um den Account abzumelden. Was meist natürlich nicht stimmt.

Allerdings bricht über diese Präsenz in einer Single- oder Partnerbörse häufig Streit unter Männer und Frauen aus, vor allem natürlich deshalb, weil sich dadurch einer der Beteiligten emotional hochverletzt fühlt.

Oftmals schließt sich an eine solche Auseinandersetzung eine Kontaktpause an, angeregt meist durch einen der beiden, innerhalb der noch jungen Beziehung.

Überflüssig zu erwähnen, dass derjenige, der in den Zustand dieser zeitlichen Funkstille unfreiwillig verwiesen wurde, höllisch leidet und das Ende der Kontaktpause herbeisehnt. Nicht selten hält so mancher es gar nicht durch und sendet dennoch die eine oder andere Nachricht – oft nach einem Glas Wein, wenn sich ein melancholischer Zustand einstellt.

Und auch wenn man es wirklich schafft, gar nichts voneinander zu hören, so sehnt doch zumindest einer innig das Ende der Kontaktpause herbei.

Allerdings ist das auch meist das Ende der Beziehung – schließt sich an die Zeit des Nichtkommunizierens meist die nächste Floskel an, die da heißt: „Du, ich habe nachgedacht, meine Gefühle reichen nicht“

Eine bittere Aussage für denjenigen, der diese Zeit abgewartet und sich Hoffnung auf ein gutes Ende gemacht hat. Dieses aber tritt nach einer Kontaktpause – zumindest nach den Aussagen, die Nutzerinnen oder Interessentinnen unseres Fremdgeher- und Lügner-Aufdeckportals uns gegenüber trafen – so gut wie nie ein. Im Gegenteil!

Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass derjenige, der den Abstand forciert, nicht wirklich bereit ist, eine Beziehung einzugehen oder. Meist verbirgt sich darunter mangelnde Verliebtheit, die sich aber viele zu Beginn einer neuen Verbindung nicht eingestehen und lieber nach dem fragwürdigen Motto „schaun wir mal“ verfahren.

Dass das nicht gutgehen kann, liegt auf der Hand! Insofern sollten sich Leute, die unfreiwillig eine Kontaktsperre hinnehmen müssen, bewusst machen, dass das allermeist nur der Anfang vom Ende ist und keine allzu großen Hoffnungen auf ein Happy End machen.

Ab und an gibt es freilich eines – nur: wie in vielen anderen Lebensbereichen ebenso, bestätigen auch hier die Ausnahmen die Regel.

Bildnachweis: pexels.com

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