Untreue und Fremdgehen – wo fängt der Betrug an, wo hört die Treue auf und ab wann kann man davon sprechen, dass der andere untreu geworden ist?

Damit befassen sich im Netz täglich gefühlte tausend Artikel. Diese Frage beschäftigt Leute in Partnerschaften und Kennenlernphasen (und nicht zuletzt auch die Interessentinnen unseres Fremdgeher- und Lügner-Aufdeckportals wen-datet-er-noch.de)  immer wieder aufs Neue und das weltweit.

Ebenso individuell, wie jeder Mensch und somit auch jede Beziehung daherkommt, ist auch das Empfinden in Sachen Untreue. Während der eine schon das simple Schauen eines härteren Erotikfilms beim Partner als Untreue empfindet, sieht sich der andere noch nicht mal betrogen, wenn seine bessere Hälfte in Alkohol-Laune fremdgeknutscht hat.

So unterschiedlich ist das – die Palette der Empfindungen ist hier tatsächlich überaus vielfältig. Weil das so ist, haben auch unzählige Berater, Coaches uns Psychologen zu tun, denn man (Frau) sucht beim Thema Fremdgehen  durchaus externe Hilfe, was auch die Existenz so vieler Liebeskummer-Praxen landauf-landab zu beweisen scheint.

Dabei käme jeder, der mit (gefühltem) emotionalen Betrug konfrontiert ist, nahezu ohne Hilfe von außen aus – denn diese kann `eh nur Anstoß und Impuls zu eigenem Handeln und Fühlen sein. Tatsache ist, dass man in Sachen (gefühlter) Untreue und (gefühltem) Fremdgehen einfach nur auf sein Bauchgefühl hören muss, um zu wissen, ob man sich betrogen fühlt.

Der Partner schaut abends heimlich schmutzige Filme und man selbst fühlt sich dadurch schäbig hintergangen? Nun – dann ist das so!

Wer kann schon seine eigenen Gefühle dahingehend kontrollieren? Selbst wenn die beste Freundin sowas als Lappalie abtut: fühlt man sich in so einer Situation vom Partner betrogen und stuft das als Untreue ein, dann ist das eine ganz private Empfindung und kaum korrigierbar.

Ebenso verhält es sich, wenn man – vielleicht sogar noch vom Partner selbst – erfährt, dass  fremd gefummelt wurde (vielleicht auf einer Party, wo Alkohol in Strömen floss) und man das generös als eimaliges Abenteuer abtut, ohne sich betrogen zu fühlen.

So wie jeder in Sachen Charakter, Erziehung und eigenem Handeln anders ist, so ist auch das Agieren bei solchen emotionalen Ereignissen von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Wer mit sich selbst hadert und sich bei gewissen zwischenmenschlichen Ereignissen fragt, ob „das“ schon Betrug ist, der setze sich hin und höre in sich hinein.

Ist da tief im Innern ein verletztes, waidwundes Gefühl, dann ist die Antwort klar, dann fühlt man (Frau) sich betrogen – und wenn die Eskapade des Partners vielleicht noch so harmlos war.

Wie oben erwähnt – für seine Gefühle kann man nichts und die Konsequenz daraus ist die individuelle Einstufung gewisser Ereignisse innerhalb der Beziehung.  Heißt im Klartext: jemand, der ein emotional-vertrauliches Telefonat des Partners mit einer alten Freundin schon als Untreue einstuft, der fühlt sich auch betrogen. Dann ist das eben so. Jeder fühlt, wie er fühlt.

Auch wenn sich die Reaktion des Partners in solchen Fällen wohl eher aus Unverständnis und Irritation zusammensetzen dürfte….Damit jedoch muss der oder die sich betrogen Fühlende dann auch umgehen können. Punkt.

Bildnachweis: pexels.com

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