Erotische Frau

Dass Menschen ihre Partner betrügen, ist seit jeher Gegenstand für Studien, Umfragen, Interpretationen und (selbsternannte) Experten. Es gibt wohl – im zwischenmenschlichen Bereich – kaum ein Thema, über das so viel studiert, sinniert, befragt und gesprochen wird, wie das bei der Untreue – dem Fremdgehen – der Fall ist. Dabei gibt es darüber nicht wirklich Neues zu berichten. Denn die Untreue hat sich im Laufe der Zeiten nie geändert. Einer betrügt, der andere wird betrogen – fast immer geht es mit verletzten Gefühlen einher…

Fremdgehen – auch durch Online-Dating & Co. bedingt…

Eine alte These, die aber seit einiger Zeit um die Einbeziehung von Frauen ergänzt wird. Mittlerweile wird in vielen Berichterstattungen zum Thema Untreue die Auffassung vertreten, dass der Hang, auch  mit anderen Menschen ins Bett zu gehen (während einer Beziehung) ein „Urinstinkt“ ist. Und zwar bei beiden Geschlechtern – Männern und Frauen.

Erlebt man heutzutage den Dating-Markt, vor allem im Internet, kommt man schnell zu dem Gefühl, dass da was dran sein könnte.

Abenteuer Seitensprung – digital am schnellsten zu haben

Neben den althergebrachten Singlebörsen gibt es seit Jahren unzählige Plattformen, die das Abenteuer Seitensprung leicht machen. Tendenz steigend. Und natürlich werden derlei Plattformen sowohl von Männern als auch von Frauen genutzt. Allerdings ist auf reinen Seitensprungportalen klar, warum die Leute dort sind – um an fremde Haut zu kommen!

Währenddessen es in den klassischen Singleportalen zumeist um die Suche nach einem festen Partner geht. Allerdings: nicht selten geht es auch dort wie in den Seitensprungportalen zur Sache, das heißt, der „Urinstinkt“ kommt durch.

Allerdings eher von männlichen Nutzern, die – oftmals schon in einer intensiven Kennenlernphase oder in frischer Beziehung mit einer anderen Frau – das Überangebot nutzen, um mit mehreren Frauen gleichzeitig in Kontakt zu sein, parallel zu daten.

Urinstinkt Fremdgehen?

Wahrscheinlich ist das der „Urinstinkt“: Immer noch weiter nach anderen potentiellen Partnerinnen Ausschau zu halten, das große Angebot genießen, die Auswahl zu haben. Dieses Gebaren vieler Männer, die – vorzugsweise online – es nicht lassen können, parallele Kontakte zu haben,  zählt zum Leidwesen unzähliger Frauen.

Ganze Internet-Threads sind mit diesem Thema gefüllt und wohl jede Singlefrau, die mal in einer Singlebörse vertreten war, kennt ein solches Exemplar!

Zeigt sich in solchen Situationen schon, dass man(n) halt so drauf ist und nichts für seinen „Urinstinkt“ kann oder lockt einfach das Kontakte-Überangebot im Web, das vielen männlichen Zeitgenossen so reizvoll erscheint? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden.

Allerdings ist es sehr wohl möglich, monogam zu leben und Instinkt Instinkt sein lassen! Und sich auf der Online-Suche nach einer Partnerin auf eine einzige Frau zu konzentrieren, bzw. wenn man(n) diese gefunden hat, nicht weiter zu daten.

Wäre das nicht möglich, gäbe es nicht die Beispiele unserer Großeltern, die wohl jeder kennt: wo Paare zeitlebens zusammen geblieben sind – bis der Tod sie schied.

Monogame Beziehung? Na klar!

Natürlich waren das andere Zeiten, aber auch heute dürfte es gelingen, eine monogame Beziehung zu führen, wenn man(n) es nur will. Da liegt nämlich der Hase im Pfeffer: beim eigenen Willen – beim Wollen!

Viele (Männer) wollen das eben nur nicht.

Das zeigt sich vor allem beim Online-Dating, wo viele Männer ihren Account auch noch behalten, wenn sie schon längst wieder in einer Beziehung sind.

Und nicht selten irgendwann doch wieder rein schauen und im Extremfall heimlich andere Frauen daten. Wir kennen das aus vielen Erfahrungsberichten von Frauen, mit denen wir hier, durch unser Magazin – in Kontakt kommen.  Es klingt absurd: Gerade die neuen digitalen Welten, vor allem die Anonymität und die große Auswahl in den Singlebörsen, fördern wohl den „Urinstinkt“ noch – einfach, weil`s so leicht ist.

Emotionale Überbleibsel aus der Steinzeit, gepaart mit virtuellen Optionen, die nie jemand vor Jahren noch für möglich gehalten hätte –  auf diesem Level spielt sich heute sehr oft die Unverbindlichkeit im Zwischenmenschlichen, und vor allem beim Dating, ab!

Und doch kennen wir sie wohl alle: die Paare, die schon ewig zusammen und sich einander auch treu sind! Wo Fremdgehen kein Thema und die Beziehungskiste stabil ist. Auch solche Leute haben sie ja: die „Urinstinkte“. Entweder können sie diese gut im Zaum halten, sind sie bei ihnen nicht (sonderlich) ausgeprägt oder waren nie vorhanden.

Urinstinkte im Zaum halten

Oder aber sie – diese Instinkte – werden umgedreht gelebt:

nämlich  in Form des Strebens nach einer dauerhaften, lebenslangen, Partnerschaft, die den einen – besonderen – Instinkt bedienen: ein vertraut-intimes Zusammengehörigkeitsgefühl in Form der Liebe eines Lebens! Kann gut sein, dass dieser „Urinstinkt“ gegenüber dem Drang, mit anderen Menschen parallel Sex zu haben, überwiegt.

Es wäre zumindest das schönere Erbe von unseren Vorfahren!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen

Bildnachweis: pexels.com

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