Machen Sie sich ruhig mal den Spaß und googeln im Web unter „News“ den Begriff „Fremdgeher“! Sie werden erstaunt sein, wie viele „Studien“ und „Umfragen“ zum Thema „Fremdgeher“ als vermeintliche Neuigkeiten oder/und Schlagzeilen dort auftauchen.

Schaut man genauer hin, sieht man, dass ein Beitrag absurder als der andere ist – und kaum stimmen dürfte.

Denn: mal sind`s die Hände oder die Finger, die angeblich einen untreuen Mann erkennen lassen, dann der Vorname (!) oder – auch immer wieder gern genommen – der Beruf.

Es fällt auf, dass vor allem Seitensprung-Portale derartigen Schwachsinn fabrizieren und diese Meldungen dann auch von vielen bekannten Redaktionen übernommen werden.

Die Heft- und Internetseiten wollen ja gefüllt sein – ganz gleich, wie tief das Niveau auch ist…..Dieses Eindrucks kann man sich zumindest nicht erwehren, wenn man die vielen aus den Finger gesogenen Artikel zum Thema Männer und Untreue liest.

Vor allem betrogenen und belogenen Frauen müssen diese Schmierenbeiträge wie ein Hohn vorkommen, denn:

wer einmal (oder gar mehrfach) mit einem Fremdgeher zusammen war, wird wissen, dass Untreue nicht vom Vornamen „Peter“ oder gar von der Länge des Mittelfingers abhängig ist. Weltweit gehen nämlich Millionen Männer fremd – ganz gleich, wie sie heißen, welchem Beruf sie nachgehen oder wie ihre Gliedmaßen gebaut sind.

Der Grund ist simpel und heißt „Gelegenheit“.

Untreue ist nämlich in den wenigsten Fällen geplant – sie ergibt sich einfach nur zu oft. Logisch, dass man(n) dann meistens auch die Gelegenheit beim Schopfe packt und eben fremdgeht. Das hatte und hat mit dem ausgeübten Beruf, dem Vornamen oder anderen Dingen überhaupt nichts zu tun.

Wer selbst bereits belogen oder betrogen wurde, weiß das und wer mit offenen Augen durch die Welt geht und so manches Beziehungsdesaster, das durch Untreue entstanden ist, mitbekommt, auch. Außerdem sieht man schon allein an den Fremdgehern, die in der Öffentlichkeit stehen (Promis, Politiker, Sportler usw.), dass Untreue bei Männern jedweder Couleur angesagt ist, ganz gleich wie alt sie sind oder welchen Beruf sie ausüben.

So wie auch die große Liebe bei den meisten Menschen via Zufall ins Leben platzt, ist es auch mit dem Fremdgehen.

Ein Klassentreffen dort, eine Geschäftsreise da, eine neue attraktive Sekretärin – beim Fremdgehen werden noch immer bewährte Klischees Realität.

Hinzu kommt seit vielen Jahren die große digitale Auswahl in den Single- und Partnerbörsen, die für viele Männer so verlockend ist, wie für Frauen mit „Schokojieper“ eine Tafel Schokolade im Küchenschrank…!

Man(n) kann dann eben oft einfach nicht widerstehen und ist schneller in eine Seitensprung-Situation verstrickt, als man denken kann.

Obgleich aber – das muss dazu gesagt werden – das Surfen auf Single- und Partnerbörsen oder auch der Login im Seitensprungportal schon eher eine gezielte Herangehensweise ist, von der zufälligen Gelegenheit kann man hier nicht mehr sprechen.

Aber auch diese verlockenden Möglichkeiten werden von jedem Typ Mann genutzt. Nichts da mit Kandidaten mit einem großen Zeigefinger oder dem Berufsbild des – sagen wir – Autoschlossers, die auf diese Art und Weise auf heimlichen Fremdflirt-Abwegen sind!

Fremdgehen hängt mit keinem körperlichen, charakterlichen oder statusmäßigen Merkmal zusammen – der Maurer geht ebenso fremd, wie der Chefarzt, so wie umgekehrt – bei Frauen – auch die Friseuse ebenso eine Fremdgeherin sein kann, wie die Unternehmerin.

Auch die Erfahrungen der Nutzerinnen unseres Fremdgeher- und Lügner-Aufdeckportals  www.wen-datet-er-noch.de, mit denen ich fast täglich in Kontakt bin, sprechen dahingehend Bände!

Allerdings sei zum Trost auch gesagt: mit den treuen Männer-Exemplaren verhält es sich genauso! Auch hier kann nicht gesagt werden, dass der oder der – mit dem und dem Berufsbild oder gar einem bestimmten Vornamen – treu ist.

Wer so etwas – womöglich noch per „Studie“ – behauptet, sagt einfach nicht die Wahrheit. Dafür spricht die Realität Bände – und an diese sollte man (FRAU) sich halten!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen

Bildnachweis: pexels.com

 

 

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