Im Internet wieder daten oder nicht? Diese Frage stellen sich derzeit viele Singles. Vor allem Solo-Frauen sind oftmals hin- und hergerissen, bei der Frage, ob sie sich wieder in den digitalen Dating-Dschungel begeben und das Parkett der Partnersuche erneut betreten sollen?

Dass hierzu oft so viele Überlegungen angestellt werden, hat einen ernsten Grund:

die meisten Frauen, denen dieses Thema Kopfzerbrechen bereitet, haben in der Vergangenheit oftmals schlechte Erfahrungen mit Onlinedating gemacht, sind Spinnern, Fremdgehern und nicht selten auch elenden Lügnern – sprichwörtlich sogar – ins Netz gegangen.

Nicht selten hinterlassen derlei Erlebnisse tiefe Spuren im eigenen, emotionalen Gleichgewicht, deren Verarbeitung manchmal Monate bis Jahre dauert.

Warum dennoch – auch nach schlechten Erfahrungen – oft wieder mit dem Gedanken, Onlinedating zu betreiben, gespielt wird, ist einfach erklärt: viele Frauen, vor allem ab 35lus, lernen im realen Leben selten einen Mann kennen.

Oft gibt es im beruflichen Umfeld keinen potentiellen Kandidaten, sind die Freunde lange schon in festen Beziehungen (und somit oft im Familienmodus) und auch die Ausgehclubs bieten häufig nicht mehr als den berühmten „Mann für eine Nacht“.

Zumal ein Großteil der Frauen in den mittleren Jahren gar nicht mehr in Clubs oder Diskotheken geht.

In den meisten Regionen richten sich diese Locations nur an ein jüngeres Zielpublikum, so richtig gibt es flächendeckend keine wirklichen Alternativen für die ältere Jugend.

Wenn man dann als Frau noch ländlich wohnt und sich im Grunde des Herzens einen Partner wünscht, dann bleibt manchmal wirklich nur wieder nur das Internet als Option.

Wenn wir mit Frauen, die unser Fremdgeher- und Lügner –Aufdeckportal www.wen-datet-er-noch.de genutzt haben, kommunizieren, erzählen uns diese sehr häufig, dass sie, selbst wenn sie eine sehr schlechte Singlebörsen-Erfahrung gemacht haben, irgendwann doch wieder beim Onlinedating mitmischen.

Wenn auch oft mit gemischten und manchmal auch negativen Gefühlen! Als Gründe geben sie die oben erwähnten Gründe an.

Doch wie sollte nun die Entscheidung ausfallen, wenn man sich einerseits nach einem Partner sehnt und einem im Alltag die Möglichkeiten fehlen, einen Mann kennenzulernen und andererseits aber um die digitalen Wildwuchs in den Singlebörsen weiß?

Schwierige Frage, die auch ich nicht so einfach beantworten kann, zumal ich oft in derselben Lage war.

Ich würde im Zweifel immer zuraten – FÜR das Onlinedating also.

Warum?! Nun – es sind ja nicht nur Spinner, Lügner, Selbstdarsteller und Fremdgeher in den Singlebörsen unterwegs.

Das ist das eine.

Das andere: jede Frau, die auf diese Weise einen Mann kennengelernt hat, der sie betrogen, belogen und hintergangen hat oder sogar mit einem Heiratsschwindler oder Romance-Scammer zu tun hatte, geht in ihrem weiteren Leben zumeist mit sensibleren Antennen durch die Welt. Das gilt auch für das Word Wide Web und das Agieren beim Online-Dating.

Will heißen: wer einmal beim Online-Dating eine richtig schlechte Erfahrung gemacht hat, wird beim nächsten Mal ganz bestimmt auf gewisse Signale achten und für sich klare Grenzen gezogen haben, was geht und was nicht.

So zu handeln, wäre auch mein Ratschlag!

Nicht mit übergroßen Erwartungen rangehen, den Kontakt mit Männern, die schon am Anfang wie Spinner oder Lügner wirken, sofort beenden und auch von vornherein einkalkulieren, dass das Telefon stumm bleiben könnte – nach einem Date, von dem man selbst sehr angetan war.

Wer schnell abhakt, dass Amors Pfeil den anderen nicht getroffen hat und seine Zeit nicht mit Männern, die sofort suspekt daherkommen, verschwendet, hat gute Karten, in einer Singlebörse erfolgreich zu sein.

Und das in vielerlei Hinsicht!

Denn: selbst wenn sich der Traumpartner per Klick nicht finden lässt – nicht wenige Frauen haben auf diese Art anderweitige, interessante Kontakte gemacht.

Ein neuer guter Freund, ein Auftraggeber, ein Handwerker – die digitale Singlewelt hat viele Gesichter.

Deshalb: sich einfach drauf einlassen, seinen Prinzipien treu bleiben und sich selbst nicht verbiegen!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen

Bildnachweis: pexels.com

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