Online-Dating ist beliebt und verhasst zugleich. Und doch zieht es viele Singlefrauen – ähnlich wie das manchmal mit Schokolade ist – immer wieder an.

Viele Frauen legen zwar nach Singlebörsen-Flops oft eine Pause ein, früher oder später loggen sich aber häufig auch die wieder ein, die dem Online-Dating eigentlich abgeschworen haben.

Das hat meist mehrere Gründe: man ist keine zwanzig mehr, wo man an jeder Ecke Männer kennenlernt oder lebt auf dem Land, wo die Auswahl passender Partner mehr als überschaubar ist. Oder ist beruflich eben so eingespannt, dass wenig Zeit bleibt, sich nach einem passenden Gegenstück umzuschauen.

Wer nicht per se so eingestellt ist, im Falle eines Falles eben Single zu bleiben, bedient eben früher oder später wieder die Tastatur für den Klick zum Glück. Zur Freude der Singlebörsen-Betreiber.

Leider sind aber auch lange, digitale Abstinenzen kein Garant dafür, dass der Wind sich im weltweiten Dating-Dschungel gedreht hat. Im Gegenteil: in Zeiten von Tinder, Seitensprungportalen & Co. ist ein ehrlich-treuer Mann so selten wie ein Sechser im Lotto. Abgesehen davon, dass man auf digitalen Pfaden – ähnlich wie im realen Leben – meist die Männer an sich dran hat, die einem nicht zusagen.

Paare, die sich in den Tiefen des Internets gefunden haben, gibt es zuhauf – keine Frage! Aber gefühlt überwiegen die Flops, bei denen FRAU sich per Mausklick einen Lügner, Fremdgeher, Abenteurer oder einen unbrauchbaren Hallodri einhandelt.

Durch Nutzerinnen unseres Lügner- und Fremdgeher-Aufdeckportals www.wen-datet-er-noch.de wissen wir, dass die emotionale Belastung hoch ist, wenn ein Singlebörsen-Flop sich an den nächsten reiht.

Vor allem dann, wenn man erneut – nach einer langen Pause – sein Glück in der Singlebörse versucht  und wiederholt nur auf Blindgänger respektive Männer, die einen verletzen oder/und betrügen, trifft.

Was also tun, wenn man als Frau in der eingangs erwähnten Lage ist, die im Alltag kaum die Möglichkeit des Kennenlernens eines Partners bietet?

Nun – wie wäre es mit einer klassischen Kontaktanzeige? In der führenden Zeitung Ihrer Region?

Klingt altbacken? Mitnichten!

Wenn Sie sich mal den Spaß machen und ab jetzt am Wochenende (da werden die meisten Inserate in Sachen Partnersuche veröffentlicht) mal die Kontaktanzeigen in der Zeitung Ihrer Heimatregion lesen, werden Sie feststellen, dass da viele gute Inserate dabei sind.

So mancher – dort inserierende –  Mann deutet dort in wenigen Sätzen manchmal sogar an, dass er das Online-Dating leid und nun mit dieser Variante auf der Suche ist.

Zudem nicht unwichtig:

bei diesen Kandidaten ist davon auszugehen, dass sie in ihrem Alltag eher mal zu Buch und Zeitung greifen als zu albernen Pókemon-Spielen.

Das hat was!

Außerdem fällt auf – wir haben das mal eine Zeit lang recherchiert und ich habe selbst mal eine Annonce geschaltet – dass per Zeitungsinserat oft gut situierte Männer mit Stil dabei sind. Nicht immer freilich, aber häufig.

Nun möchte man zwar nicht unbedingt einen Millionär jagen, aber gegen einen Gentleman alter Schule ist doch wahrlich nichts einzuwenden – oder?!

Auch mögen solche Männer die Natur sehr gern, sind an aktuellem Zeitgeschehen interessiert und auch (kurz-)reiselustig.

Sicher trifft all das auch auf viele Männer, die per Singlebörse eine Frau suchen zu, doch der (erste) Eindruck ist beim Online-Dating häufig ein anderer. Zu oft posieren dort Männer im Unterhemd vor altmodischen Schrankwänden oder protzig vor einem Sportwagen. Beides kommt primitiv rüber und stößt die meisten Singlefrauen eher ab.

Hier die Nadel im Heuhaufen zu finden, ist schwer. Nicht umsonst gibt es beim Dating in Singlebörsen häufig große Enttäuschungen, treffen Frauen dort auf Internet-Casonovas, Lügner oder Männer, die ein Abenteuer suchen. Dass  Portale wie das oben erwähnte wen-datet-er-noch.de viel genutzt werden, spricht Bände.

Natürlich ist man auch bei der Partnersuche per Zeitungsannonce vor Enttäuschungen nicht gefeit. Auch hier können sich Männer als Spinner oder Lügner entpuppen. Von der Hand zu weisen ist es jedoch nicht, dass das, auf diese Weise nach einem Partner suchende Klientel, niveauvoller rüber kommt.

Das trifft im Übrigen auf Kontaktanzeigen von Männern UND Frauen zu. Wenn Sie diese mal ausgiebig studieren, werden Sie feststellen, dass die Verfasser/innen sich meist sehr viel Mühe mit ihrem Inserat gegeben haben.

Gilt natürlich nicht für Zweizeiler á la „Suche nach großer Enttäuschung“. Wer eine in diesem Stil gehaltene Annonce verfasst, ist auf dem Singlemarkt meist ein Ladenhüter, weil derlei Zeilen nölig und jammernd rüber kommen.

Im Bereich der gedruckten Kontaktanzeigen gilt: sehr ernsthaft suchende Singles verlieren gern ein paar gedruckte Worte mehr, belassen es nicht bei der Standardvariante für 9,90 €.

Tipp: wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, es auf die althergebrachte Art mit der Partnersuche zu probieren und per Zeitungsannonce jemanden kennenzulernen, dann tun Sie folgendes: inserieren Sie selbst!

Warum? Weil SIE dann die Auswahl haben und nicht – wenn es umgedreht ist und sie antworten auf eine Kontaktanzeige – warten müssen, ob man Ihre Zuschrift zur Kenntnis nimmt oder nicht.

Wenn Sie mit einem guten Text aufwarten (gegebenenfalls beziehen Sie jemanden aus dem Freundeskreis, der gut texten kann, mit ein) dürfen Sie davon ausgehen, dass Sie zahlreiche Zuschriften erhalten.

Das höchste was ich mal beim Inserieren einer Kontaktanzeige als Menge an Zuschriften verzeichnen konnte, waren 70 Zuschriften. Dass man da gut zu tun hat, dies alles zu händeln, steht auf einem anderen Blatt! Aber man (FRAU) hat zunächst selbst die Auswahl – das ist angenehmer!

Und: ganz so altbacken, wie der Name „Kontaktanzeige“ doch irgendwie daherkommt, ist die Angelegenheit nicht. Statt des altmodischen Chiffres werden heute fast immer anonyme E-Mail-Adressen, die man sich per web- oder gmx.de, eigens für diesen Zweck, rasch zulegen kann, angegeben.

Da über diese digitale Variante auch der Austausch der Bilder „rucki-zucki“ funktioniert, sollte im Inserat, das man schaltet, ein Satz definitiv IMMER enthalten sein: „Zuschrift bitte mit Bild!“.

Trudeln dann die ersten Mails potentieller Date-Kandidaten ein, ist der Unterschied von „offline“ zu „online“ schnell wett und vielleicht schon bald ein guter Fang in Sachen Partnersuche gemacht.

Einen Versuch ist es jedenfalls wert!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen

Bildnachweis: Pexels.com

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