Helmut Kohl

Zwei Jahre nach dem Tod von Altbundeskanzler Helmut Kohl meldet sich eine Frau, die behauptet, einst die Geliebte von Helmut Kohl gewesen zu sein. Man erinnere sich: Schon die letzte Frau des Kanzlers, Maike Kohl-Richter machte ziemlichen Wuhling und tat sich ständig im Zusammenhang mit der Beziehung zu Kohl wichtig. Unvergessen der Zoff, wohin denn nun Kohls gewichtiger Nachlass gehen soll. Hier erinnert man sich noch gut an die stete Unruhe, die die zweite Frau des verstorbenen Ex-Kanzlers da rein brachte.

Schon zweite Frau von Kohl brachte viel Unruhe

Und nun taucht erneut eine Frau auf der Bildfläche auf, die Unruhe bringt. Indem sie nämlich behauptet, einst die Geliebte von Helmut Kohl zu sein. Vor ein paar Tagen erst brachte Beatrice Herbold – so der Name dieser Frau – ein Buch auf den Markt, das sich „Geliebte Freundin – Meine geheimen Jahre mit Helmut Kohl“ nennt. Geschrieben hat sie, die nunmehr in den Medien behauptet, keinen Wert auf Öffentlichkeit gelegt zu haben, es ausgerechnet mit einer BUNTE-Journalistin. Ah ja…!

Mittlerweile hat Beatrice Herbold dem SPIEGEL ein Interview gegeben und ist auch in vielen anderen Medien ein Thema. Auffällig dabei ist, dass die angebliche Geliebte die „geheimen Jahre“, mit denen offenbar die Jahre von Mitte bis Ende der 90iger gemeint sind, ziemlich pietätlos, indiskret und anzüglich schildert.

Von gemeinsamen Runden, die man angeblich nackt im damaligen Domizil des Kanzlers schwomm über Küsse im Aufzug (bei denen sich angeblich Kohl nicht zurückhalten konnte) bis zu der doch befremdlichen Aussage, dass sie dachte, dass der Stuhl zusammenkracht, als sich Kohl bei Herbold daheim aufhielt.

Angebliche Geliebte präsentiert Geschmacklosigkeiten

Auf focus.de liest sich diese Geschmacklosigkeit in einem Artikel vom 1. September 2019 so:

„Als ich das Geschirr abtragen und die Küche aufräumen wollte, hielt mich Kohl am Handgelenk fest. „Mach das später“, sagte er, „schade um unsere wertvolle Zeit.“ Er zog mich zu sich. Ich wollte nicht auf seinem Schoß landen. Der Stuhl kracht zusammen!, dachte ich besorgt.“

Warum macht man (FRAU) sowas? Und dann auch noch auf diese primitive Art und Weise? Sind es Geldsorgen, die die Frau drücken? Oder hat sie ein dringliches Geltungsbedürfnis?

Zumal die Sympathien in dieser Schmierenkomödie bei den Leuten in der Öffentlichkeit sowieso klar verteilt sein dürften – bei Hannelore Kohl. Diese dürfte zum Zeitpunkt der angeblichen Liason schon schwer von ihrer Lichtallergie angeschlagen gewesen sein. Warum muss man also jetzt daherkommen und über ein Verhältnis mit Kohl, das es vielleicht gab, vielleicht auch nicht, laut trommeln?

Geltungssucht im Spiel?

Geltungssüchtigkeit könnte durchaus ein Motiv von Beatrice Herbold sein, denn auch in einem Bericht von T-Online über die angebliche Liebesbeziehung zu Kohl, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die einstige Kohl-Vertraute stark von sich überzeugt ist. So ist im Interview mit T-Online von Frau Herbold zu erfahren, dass sie wohl eine Idee zu einer Sendung hatte, die sie  seinerzeit mit Medienmogul Leo Kirch besprochen haben will. Der war davon angeblich so angetan, dass er aus den Vorschlag für eine Fernsehshow, den Herbold unterbreitete, direkt umsetzte und die Sendung machte. Welche, darüber erfährt man nichts.

Ebensowenig gibt es kaum Bildmaterial, auf dem das traute Paar zu sehen ist. Ein einziges Foto der beiden gibt es, es ist auch auf dem Cover des besagten Buches zu sehen. Gegenüber dem SPIEGEL, der nach weiteren Belegen für diese angebliche Beziehung fragte, erzählte Herbold, dass bei einem Umzug eine Kiste mit persönlichen Dingen verlustig gegangen ist. Na – sowas aber auch!

Es klingt deshalb alles ein wenig krude, was Frau Herbold mit dem deutschen Staatsmann erlebt haben will. Für Klatschbegeisterte mag das interessant sein, aber man fragt sich natürlich auch, was das mit der Familie von Kohl – den Angehörigen – macht, wenn die angebliche Affäre, einer Schmierenkomödie gleich, nun öffentlich promotet wird? Zumal schon Ehefrau Nummer 2, Maike Kohl-Richter, mit fragwürdiger Geltungsbedürftigkeit mehr als genug in Erscheinung trat. Auch und vor allem nach dem Tod von Helmut Kohl.

Das alte Muster: Bekannter Mann & medienhungrige Frau

Es ist, wie es irgendwie so oft ist: da die nach Medienpräsenz geifernde Frau, die mit einem bekannten Mann zusammen war oder ist. Und dort die mediale Bühne, die zur Inszenierung einlädt. Das war bekanntlich noch nie eine ideale Kombi….Zumal die geschilderten Storys doch eher zu einer Brad-Pitt/Angelina Jolie-Beziehung passen, als zu einem wie Helmut Kohl, der ja nun wahrlich kein Frauenschwarm gewesen sein dürfte.

Und selbst wenn es alles stimmt: es wird von Frau Herbold mehr als geschmacklos aufbereitet. Hier nicht anzunehmen, dass Medienaufmerksamkeit und „im Mittelpunkt stehen“ keine Rolle spielten, fällt schwer.

Bildnachweis: picture-alliance / schroewig

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