Wieder mal geistert ein angeblich neuer Trend in Sachen Liebe und Dating durch die Medien – er nennt sich „Love Bombing“.

Was gefährlich und erschreckend klingt, ist aber in Wahrheit kein wirklich neues Phänomen, nur der Name ist neu.

Hinter „Love Bombing“ steckt lediglich die Masche, derer sich vornehmlich Narzissten und Psychopathen bedienen. Ihr Betätigungsfeld ist hierbei – wen wundert es? – vorzugsweise das Online-Dating. Momentan gibt es wohl kaum eine leichtere Variante, an eine Vielzahl von Frauen zu kommen, als über digitale Singlebörsen, Partnerschaftsportale & Co.

Dieses Parkett kann man(n) nämlich auch hervorragend dazu nutzen, um Paralleldating zu betreiben oder sich – wenn man eine Frau fallen gelassen hat – digital schnell der nächsten zuzuwenden.

Das alles hat mit dem Phänomen, das nun seit Neuestem als „Love Bombing“ von sich reden macht, zu tun.

Warum? Ganz einfach: weil die Sorte Mann, die sich dieses verhassten Phänomens bedient, nur kurze Zeit bei einer Frau verweilt und selbst in dieser Phase meist heimlich schon wieder die nächste – oder gar mehrere Frauen – im Visier hat.

Das hält ihn aber freilich nicht davon ab, die Frau, der er aktuell das Gefühl gibt, die Einzige zu sein, mit Komplimenten zu überschütten. Ihr gegenüber himmelhochjauchzende Zukunftspläne zu schmieden und sie mit Geschenken zu überhäufen. Kurz gesagt: mit Liebe bombardieren – „Love Bombing“ eben.

In der WELT ist dazu aktuell ein Artikel erschienen, der diesen fiesen Trend auch von wissenschaftlicher Seite beleuchtet; Zitat:

„Love Bombing wurde von dem amerikanischen Psychologen Dale Archer in einem Beitrag für „Psychology Today“ beschrieben. Dabei geht es um ein Verhaltensmuster, dass zunächst schwer durchschaubar ist. Weil es sich so schön anfühlt. Als Opfer von Love Bombing wird man nämlich zu Beginn auf Händen getragen. Beschenkt und beglückt. Man darf sich wie jemandes Augapfel fühlen und die Zukunft, ach die Zukunft, ohne den geliebten Menschen ist eine unvorstellbare Zumutung. So wird es einem glauben gemacht.

Doch irgendwann wird es unangenehm. Der Partner wird kontrollierend. Und erwartet, dass man die eigene Aufmerksamkeit alleine auf ihn richtet. Ein Treffen mit Freunden wird dann zum Auslöser einer ausgewachsenen Eifersuchtsszene. Bedürfnisse außerhalb der Beziehung werden abgekanzelt.

Wenn es eine abrupte Veränderung in der Art der Zuneigung gibt, von zärtlich und liebevoll zu kontrollierend und wütend, wenn der Partner völlig überzogene Forderungen stellt, sollte man aufpassen.

Love Bomber sind narzistische Persönlichkeiten. Sie geben dem Partner erst das Gefühl, der tollste Mensch auf diesem Planeten zu sein – idealisieren die Beziehung und beweihräuchern den Partner – doch dann werden sie unangenehm und wollen alle Aufmerksamkeit ganz für sich allein. Dahinter steckt kein naiver Gefühlsüberschwang, sondern eine kontrollierende Strategie.  Sich aus einer solchen Beziehung zu lösen, ist konsequenterweise schwer. Vor allem für Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl. Wer Opfer von Love Bombing wird, wird nicht nur kontrolliert, der wird schlimmstenfalls auch isoliert – von Freunden und Familie. Und dann fällt es noch schwerer, sich aus einer solchen Beziehung zu lösen.“

Beim „Love Bombing“ mischen sich ganz oft Machogehabe, Narzissmus, Untreue und Psychopathie zu einem unheilvollen Ganzen.

Vor allem der Drang, sich Optionen zu anderen Frauen offen zu halten, spielt eine nicht unerhebliche Rolle!

Viele Frauen, mit denen wir über unser Lügner- und Fremdgeher-Aufdeckportal wen-datet-er-noch.de in Kontakt sind, bestätigen das. Nicht wenige der Männer, die diese Frauen online kennengelernt und sich in sie verliebt haben, überschütten sie zwar einerseits mit Liebesbekundungen und netten Aufmerksamkeiten – sind aber oft heimlich schon wieder mit einer anderen am flirten.

Sei es in der Singlebörse oder über soziale Netzwerke. Oft entdecken Frauen diesen Umstand eher zufällig, obgleich es natürlich immer auch Frauen gibt, die bei einem schlechten Bauchgefühl gezielt checken, ob der Mann an ihrer Seite noch anderweitig unterwegs ist.

Auch das ist nicht per se zu verurteilen, denn: jede weibliche Zeitgenossin muss diesbezüglich ihre „Methode“ vor sich selbst rechtfertigen (und niemandem sonst) und handelt zudem immer aus einem bestimmten Leidensdruck heraus.

Die innere Intuition spielt eine große Rolle – nicht zuletzt, weil man (FRAU) so gut wie immer ein Geheimnis lüftet, wenn dem schlechten Bauchgefühl gezielt nachgegangen wird.

Doch ehe es zu Schnüffeleien kommt, sollte man – wenn man an einen Mann geraten ist, der in das Schema des „Love Bombers“ passt  – zunächst in sich reinhören, ob „es“ sich gut anfühlt oder da nicht doch was ist, was eine Spur zu künstlich – zu aufgesetzt – daherkommt? Eigentlich gibt in solchen Situationen das Unterbewusstsein genügend entsprechende Signale, wenn ein Blender statt des Mannes fürs Leben am Werk ist.

Man neigt aber vielfach leider dazu, diese Signale zu überhören. Hier sensibler seine Emotionen oder ein bestimmtes Ziehen im Bauch zu berücksichtigen, kann dazu führen, sich schweren Liebeskummer zu ersparen. Dabei muss man keine Bedenken haben, dass man vielleicht dem Mann unrecht tut oder eine falsche Entscheidung trifft, denn: ist es wirklich Mr. Right, bleibt das Unterbewusstsein stumm. Zumindest im Bereich der negativen Signale.

Behalten Sie dies zumindest im Hinterkopf, wenn Sie aktuell oder zukünftig mit ausufernden Liebesbekundungen konfrontiert sind.  So ersparen Sie sich unter Umständen tatsächlich eine Menge Herzeleid!

Bildnachweis: pexels.com

 

 

       

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation