„Fremdgehen ist okay“ – so liest man es aktuell von Schauspielerin Sheryl Chepard.

Die Frau, die lange Jahre in der TV-Serie „In aller Freundschaft“ mitspielte, dann in der Versenkung verschwand, danach ein Café in Leipzig eröffnete und dieses Projekt dann abbrach, um zu neuen Ufern aufzubrechen, braucht offenbar PR.

Und bekanntlich bekommt man diese stets mit den unterirdischsten Statements – sie es politisch oder aber aus dem Nähkästchen des eigenen Liebeslebens. Laut Promiflash.de führt die Schauspielerin mit ihrem Ehemann eine offene Beziehung. Laut den Angaben des Portals wollen beide herausgefunden haben, dass die Monogamie eine Erfindung der Moderne sei.

Das übliche Blabla derer, die offenbar unfähig sind, tief zu lieben oder aber – nicht abwegig bei Cheryl Shepard, die schon öffentlich eingestand, insolvent zu sein – wegen dem schnöden Mammon keine Trennung vom Partner realisieren können.

Ganz gleich, welche Beweggründe diese Personen haben: dass das Bejubeln einer (angeblich?) offenen Beziehung mal wieder mit einem positiven, medialen Tenor vonstatten geht, zeigt einmal mehr, dass Medien sich nur zu gern diesem seltenen und hierzulande noch immer exotischem Beziehungsmodell widmen und immer öfter das Ende der Treue herbeischreiben.

Dies tun sie auf vielerlei Art. So heißt es oft, dass viele Paare in einer Beziehung der Polyamorie leben, obwohl den meisten Menschen im Land nicht mal der Begriff geläufig sein dürfte. Oder es werden Beziehungen, die Leute unter Freunden schließen – aus Freundschaft, nicht aus Liebe – bejubelt. Eben deshalb, weil die Treue angeblich ein Auslaufmodell ist.

Das alles ist natürlich Quatsch und zumeist nichts anderes als mediale Luftblasen. Wie häufig das Geschreibsel in irgendwelchen Medien und die Realität auseinanderklaffen, sieht man ja derzeit allerorten – gesamtgesellschaftlich.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass diese Schere auch in Sachen Treue und dem angeblichen Trend der offenen Beziehungen klafft.

Denn: würden die allermeisten Menschen sich nicht danach sehnen, einen treuen Partner an ihrer Seite zu haben oder hoffen, dass der eigene Mann oder die eigene Frau nicht fremdgeht, dann würde sie das Fremdgehen, das ja leider immer Konjunktur hat, emotional nicht so immens treffen.

Und dass es das tut – vor allem die Frauen! – davon können wir durch unser Lügner- und Fremdgeher-Aufdeckportal ein Lied singen. Wir haben nahezu täglich mit Frauen Kontakt, die das Gefühl haben, dass der Partner oder der neu kennengelernte Mann sie betrügt oder belügt.

Viele Frauen kontaktieren uns auch im Telefonservice, um von ihrer persönlichen Untreue-Erfahrung – ausgelöst durch den Partner oder einen Mann in einer noch jungen Beziehung – zu berichten. So getroffen, wie die Frauen emotional durch derlei Verhalten sind, ist es kaum vorstellbar, dass es überhaupt Frauen gibt, die kein Problem mit einer offenen Beziehung haben. Natürlich wird es sie geben, allerdings dürfte ihre Anzahl hierzulande minimalst sein.

Deshalb sollte sich keiner verrückt machen lassen, wenn medial mal wieder das Konzept der offenen Beziehung bejubelt oder eine drittklassige, pr-bedürftige Schauspielerin mit fragwürdigen Aussagen dahingehend zitiert wird.

Schauen Sie lieber mal in Richtung der Organisatoren von Hochzeiten! Die haben gut zu tun und das nicht nur deshalb, weil der Frühling vor der Tür steht! Wer sich mit solchen Leuten unterhält, der erfährt, dass Heiraten – und das meist im romantischen Stil – seit Jahren boomt. Ende nicht in Sicht.

Warum wohl? Ganz bestimmt nicht, weil diesen Paaren der Sinn nach einer unverbindlichen, offenen Beziehung steht!

Bildnachweis: pexels.com

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