Broken heartUnverbindliche Beziehungen, Männer und Frauen, die permanent weiter daten, in der Schwebe bleiben, eigentlich nichts festes wollen….Wohin man blickt, persönlich oder medial, es ist überall dasselbe:

viele Leute auf der Suche nach einem Partner, zumeist Frauen, beklagen, dass es auf dem Partnermarkt, in der Datingwelt, nur noch unverbindlich zugeht, sich kaum jemand auf eine feste Beziehung einlassen möchte.

Das Erschreckende daran: selbst diese „Nicht-Beziehungs-Form“ wird nun mit einem Namen versehen: Mingle.

Das soll, so die abstruse Definition einiger wohl selbst ernannter „Trendforscher“, jetzt die Art einer unverbindlichen Beziehung bedeuten. Statt „Single“ hat man den Status „Mingle“. Eine Mischung aus Alleinsein und Partnerschaft. Miteinander ins Bett gehen, aber keine Partnerschaft haben (wollen). Den allermeisten Frauen auf Partnersuche dürfte das nicht fremd sein.

Aufgeschnappt und wohl auch in die Welt gesetzt wurde dieser Begriff mal wieder in den USA, von wo aus ihn übereifrige (Möchtegern-)„Zukunftsprognostiker“ dann auch gern gleich eins zu eins zu uns nach Deutschland transportieren wollen.

Nicht, dass diese Art des (Nicht)Zusammenseins nicht schon längst extrem verbreitet ist (nicht umsonst gibt es unser Fremdgeher-Aufdeckportal www.wen-datet-er-noch.de) – nein, das Negative daran ist ganz klar folgendes:

wird diese Beziehungsform, die ja keine ist und von den allermeisten Frauen rundheraus abgelehnt wird, als lifestyliger Trend propagiert, dauert es bestimmt nicht lange und Leute, die sich so eine Verbindungsart herauszunehmen glauben, bekommen für ihr Tun den Anstrich des Legitimen, gar das Etikett des „Modern-Seins“.

Passt zu all` den anderen unverbindlichen Lebensformen heutzutage. Job? Klar, mal für zwei Jahre, dann wieder woanders hin! Partnerschaft? LEBENSABSCHNITTSgefährte bitte…! Flexible Bürarbeit? Ja, mit dem Rollschreibtisch gerade dort hin, wo im Office Platz ist….und, und, und….Beispiele für die Unverbindlichkeit unserer heutigen Zeit gibt es mehr als genug. Traurig, dass nun auch noch der „Nicht-Beziehungs“-Status etikettiert wird. Früher hätte man gesagt „tja – er möchte nicht!“. Und man hat es gelassen. Heute sollen sich eben die Leute – wenn es  nach der verquerten MINGLE-Theorie geht – auch gern in so einer neuen Art der Verbindung tummeln.

Mag sich „Mingle“ vielleicht für den einen oder anderen hip anhören, in der Realität jedoch sind eher gebrochene Herzen, Liebeskummer, emotionale Verletzungen und vieles mehr die Konsequenzen einer solchen „Verbindung“ . Bis auf wenige Ausnahmen freilich, denn es gibt natürlich Leute, die sich ganz offen zu unverbindlichen Beziehungen bekennen. Nur ist dass dann eher das sogenannten „Friends-with-Benefit“. Nichts Neues mehr.

Die allermeisten Menschen jedoch wollen, wenn sie auf Partnersuche gehen, eine ernsthafte Beziehung eingehen. Und werden – MINGLE sei dank – oft immer wieder auf`s Bitterste enttäuscht. Denn gerade beim Online-Dating müssen vor allem Frauen feststellen, dass wahrscheinlich nur noch MINGLE-Ritter unterwegs sind.

Ein erstes Date? Gern! Ein zweites auch noch, aber dann sollte Sex auf der Tagesordnung stehen oder erst mal wieder Ruhe sein. Beide Varianten (es gab Sex beim zweiten Date oder auch nicht) enden dann gern mal in wochenlanger Funkstille. Seinerseits. Bis man(-n) sich dann mal wieder meldet. Ganz fröhlich, locker, fluffig, so als hätte man(-n) sich gestern erst verabschiedet.

Während FRAU rumgrübelt, was schief gegangen sein könnte, hat er sich lediglich wieder in sein ganz normales Leben gestürzt. Andere Frauen, wahrscheinlich auch Sex mit anderen Frauen, inklusive.

Zwei oder drei Dates sind doch nun wirklich kein Grund, die Sache weiter zu forcieren, am Ball zu bleiben…Was sich schräg anhört, ist die Regel beim (Online-)Dating. Da muss man sich nur die Postings in den gängigen Frauenportalen anschauen. „Funkstille“, „Er meldet sich nicht mehr“ „Er ist abgetaucht nach dem 2. Date“ werden dort hunderttausendfach thematisiert.

Und selbst wenn nicht die große Funkstille eintritt – unverbindlich bleiben viele Männer trotzdem.

Ob es darum geht, am übernächsten Wochenende etwas zusammen zu unternehmen oder die Frau nach einigen Treffen und auch körperlicher Nähe seinen Freunden vorzustellen – man(-n) bleibt vage. Könnte ja was besseres kommen…So wie es in dem MINGLE-Bericht, beschrieben ist. Der übrigens hier zu finden ist:  http://www.welt.de/icon/article123501933/Nur-noch-halbe-Sachen-das-Leben-als-Mingle.html

Ich selbst lese und höre tagtäglich von unseren Nutzerinnen von wen-datet-er-noch.de oder Leserinnen unseres Blogs, was ein solches Verhalten auslöst. Selbstzweifel, emotionale Verletzungen, Liebeskummer, Grübeleien und eine zunehmende Unfähigkeit, neu zu vertrauen, sind die Folge solcher Begegnungen mit MINGLE-Protagonisten.

Man könnte diese Männer auch Online-Casanovas, Paralleldater, Weiberhelden oder was auch immer nennen – ihr Verhalten ist stets gleich. Sich bloß nicht festlegen, unverbindlich bleiben, andere Frauen testen und daten, schauen, ob nicht doch noch was besseres kommt….

Macht das MINGLE-Modell Schule, ist das für mich ganz klar eines:

Ein weiterer Werteverfall in unserem zwischenmenschlichen Miteinander!

Lassen wir es besser gar nicht erst soweit kommen und zeigen Männern, die sich bindungsunfähig geben oder sind, die rote Karte!

Auch wenn es vielleicht schwer fällt oder weh tut: wer sich nicht zu einer Frau bekennen mag, wird aus dem Leben selbiger gestrichen. Ganz konsequent und ohne Rückfall! Seine Telefon-Nummer löschen, keine Mails mehr, keine SMS – kein Kontakt! Das lohnt, weil dann der Weg frei ist zu Männern, die ganz klassisch nur das eine wollen: eine Beziehung!

Denn ausgestorben sind diese Männer nicht, auch wenn es manchmal so scheint!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen, auf Facebook unter    https://www.facebook.com/#!/lindatabea.vehlen

Bildnachweis: Fotolia, #49754577 – Broken Heart Copyright JWS http://de.fotolia.com/id/49754577

 

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