2. Chance für Fremdgeher? Nicht nur Nutzerinnen von www.wen-datet-er-noch.de haben da so ihre Erfahrungen!

Wer sich als Frau von einem Mann trennt, der untreu war, ist nicht nur tief verletzt, sondern leidet erst einmal auch an einem geringen Selbstwertgefühl.

Permanent die Bilder der meist unbekannten Frau, mit der der Partner fremdgegangen ist, im Kopf, stellen sich betroffene Frauen oft gleich gänzlich in Frage. „Was hat die andere, was ich nicht habe, was ist bettmäßig zwischen beiden abgelaufen?“ und so weiter und so fort. Wohl kaum eine Frau kommt in der ersten Zeit nach einer Trennung, deren Grund eine Affäre oder Zweitbeziehung war, zur Ruhe.

Dabei ist häufig auch der Hass auf den Expartner groß, man wünscht ihm alles schlechte der Welt an den Hals, während sich das eigene Gedankenkarussell Tag und Nacht im immergleichen Kreis dreht.

Sind nach einer solchen Extrem-Situation Wochen oder Monate verstrichen und die Gefühlswelt der Frau hat sich halbwegs wieder beruhigt, passiert es allerdings gar nicht mal so selten, dass Frauen sich – nein, nicht neu verlieben, sondern wieder mit dem untreuen Ex-Partner zusammentun.

„Wie kann das sein?“ fragen sich Außenstehende kopfschüttelnd?

Neben vielen, vielen Gründen, die Frauen dazu veranlassen, sich erneut mit dem Fremdgänger zusammenzutun, ist einer darunter, der einen sehr hohen Leidensdruck verursacht und schnell die bittere Zeit während und nach der Trennung verblassen lässt.

Dieser Grund heißt schlichtweg: Einsamkeit.

Dieses so negativ behaftete Wörtchen ruft wohl bei fast jedem die gleichen visuellen Kopfbilder hervor: Außenseiter, die sich ins stille Kämmerlein zurückziehen, Menschen, deren Partner gestorben sind, alte, gebrechliche Frauen und Männer, die ihr Dasein, von allen vergessen und ohne Freunde und Familie, in den eigenen vier Wänden einsam fristen müssen.

Kaum jemand aber würde wohl mit diesem Wort attraktive, im Leben stehende und beruflich engagierte Frauen, verbinden. Und doch: dass es sie gibt, kommt gar nicht mal so selten vor. Was dabei die Einsamkeit für eine Rolle spielt, möchte ich an folgendem Beispiel zeigen:

Eine Freundin von mir, Jeanette, ist des Jobs wegen von Berlin nach Süddeutschland gezogen, hat mit Anfang Vierzig dort einen Neuanfang in einer kleinen, beschaulichen Stadt gestartet.

Der Job auf Geschäftsführerebene in einer frauendominierten Branche ist super bezahlt und führt Sie in viele spannende Städte und Regionen. Sie ist die ganze Woche unterwegs und arbeitet sehr viel. Dadurch kommt das Private viel zu kurz und der Wunsch meiner Freundin, zum beruflichen Neuanfang auch privat ein neues Glück, in Form eines Mannes an ihrer Seite, zu finden, erfüllte sich lange nicht.

Im Job begegneten ihr kaum Männer und nach einer stressigen Arbeitswoche erholte sie sich lieber daheim, als auf die Piste zu gehen. Zumal sie nicht wirklich wusste, wie sie den Aufbau eines weiblichen Freundeskreises in die Gänge bringen konnte.

Die Folge waren viele Abende und lange Wochenende allein daheim. Irgendwann hatte sie genug von dieser Situation und meldete sich bei einer bekannten Singlebörse an.

Kaum sechs Wochen später war sie bereits frisch verliebt in Stefan. So hieß der Kandidat, der sich nach mehreren Dates als der Typ Mann herauskristallisierte, der an Jeanettes Vorstellung vom Traummann ziemlich weit heran reichte.

Er war genauso alt wie sie, brachte sie zum Lachen, unternahm sehr viel mit ihr, war charmant und brachte Blumen mit. Auch zwischen den Laken harmonierten die beiden super.

Stefan war der Typ „Surflehrer“, attraktiv und durchtrainiert, mit dem Zahnpastalächeln eines Schauspielers. Dass sein Auftreten auch bei anderen Frauen Aufmerksamkeit und Bewunderung hervorrief, entging Jeanette nicht. Da sie jedoch überdurchschnittlich gut aussah, machte sie sich keine Gedanken darüber und wähnte die Beziehung in Sicherheit.

Diese währte allerdings nur bis zu dem Tag, als Jeanette zum ersten Mal auffiel, dass Stefan sein Handy bewachte wie ein Luchs. Irgendwann kamen sowohl auf seinem Festnetz als auch auf seinem Handy Anrufe, die sie nicht deuten konnte. Dass eine Frauenstimme am anderen Ende war, bekam sie zwar mit, aber Stefan tat so gleichgültig, dass sie erst einmal nichts dazu sagte.

Als aber bald darauf eine Frau auf ihrem Handy anrief und sich als Freundin von Stefan vorstellte, war es mit Jeanettes Geduld vorbei. Wütend erzählte sie ihm von dem Telefonat, doch er lachte nur und winkte ab. „So ein Quatsch – die wollte mal was von mir, mehr nicht!“ war seine einzige Reaktion. Jeanette jedoch war von nun an misstrauisch.

Zumal weitere Anrufe und SMS tagtäglich auf Stefans Handy eingingen, die er jedoch versuchte, in ihrem Beisein nicht zu beachten. Die Gelegenheit, sich Gewissheit zu verschaffen, kam für Jeanette eher als sie glaubte:

eine profane Tankpause, in der Stefan sein Handy im Auto liegen ließ, um bezahlen zu gehen, machte sie sich blitzschnell zunutze und schaute hinein. Sie fand unzählige intime Botschaften von einer Silke, einer Birgit und einer Doreen. Stefan hatte im gleichem Stil auch allen jeweils geantwortet.

Dass hier parallele Treffen mit diesen Frauen abliefen, stand außer Frage.

Jeanette machte gleich danach „kurzen Prozess“ und trennte sich von Stefan, der noch immer mit so lahmen Ausreden kam, dass das alles irgendwelche Bekannte sind, die ihm dauernd simsten oder ihn anriefen.

&üuml;ber vier Monate quälte sich Jeanette durch den eingangs erwähnten Prozess, ließ sich von Selbstzweifeln plagen, fragte sich immer wieder, warum ihr das passieren musste und ließ sich durch ihr Kopfkino mit den wildesten Szenen, in denen Stefan und die anderen Frauen eine Rolle spielen, quälen.

Irgendwann jedoch fand sie sich im normalen Leben wieder. Die Arbeit ging weiter und machte ihr Spaß, ihre gemütliche Wohnung war nach wie vor ihr Rückzugsort und durch den gutbezahlten Job konnte sie sich dieses oder jenes Extra gönnen.

Allerdings hatte sie noch immer keine Freunde in dem kleinen Ort oder im beruflichen Umfeld gefunden und verbrachte die Abende und Wochenenden stets alleine. Mehr und mehr litt sie darunter.

Stefan indes bemühte sich seit einer gewissen Zeit wieder sehr um sie, schickte Nachrichten, Karten und Blumen und beteuerte, wie leid ihm alles täte. Anfangs ignorierte Jeanette all` diese Aktivitäten, reagierte auf Nichts.

Schmerzvoll erkannte sie jedoch, dass Stefan der einzige war, den sie hier in der neuen Gegend privat kannte. Und machte irgendwann, als ihr mal wieder Samstagabend die Einsamkeit zu schaffen machte, den entscheidenden Fehler: sie ging ans Telefon, als Stefan wiederholt versuchte, sie zu erreichen.

Schnell war die alte Vertrautheit wieder da, Jeanette ignorierte ihr ungutes Bauchgefühl und ließ sich überreden, am nächsten Tag mit ihm einen Ausflug in die Gegend zu machen.

Was dann kam, ist schnell erzählt: die beiden wurden rasch wieder ein Paar, mit Charme und Geschenken geizte Stefan nicht. Als aber wieder ominöse Telefonanrufe und Nachrichten eintrafen, passte Jeanette gezielt eine Gelegenheit ab, um sich Gewissheit in seinem Blackberry zu verschaffen und fand unzählige eindeutige SMS, Mails und Anruflisten, die darauf schließen ließen, dass Stefan erneut zweigleisig fuhr und andere Frauen trifft.

Beim darauffolgenden Eklat zwischen den beiden stritt er es nicht einmal mehr ab. Die zweite Trennung war also besiegelt.

Und wieder – man glaubt es kaum – bombardierte Stefan Jeanette mit Blumen, selbstgeschriebenen romantischen Karten und Einladungen zum Essen.

Dieser Typ Mann, das können viele Frauen bestätigen, kann eben einfach nicht anders. Da noch immer die Einsamkeit ein steter Gast bei Jeanette war, war sie nicht nur einmal kurz davor, wieder schwach zu werden. Doch sie hatte auch dazu gelernt.

Einen dritten Aufguss der Beziehung wird es mit diesem untreuen Mann nicht geben.

Statt dessen meldete sich Jeanette in allen Singlebörsen ab und in verschiedenen seriösen Freizeitportalen an. Seit dem kann sie sich über Einsamkeit nicht mehr beklagen, denn sie ist auf einige Frauen gestoßen, denen es ähnlich geht wie ihr, die durch den Job neu in der Gegend sind, alles haben, aber eben keine Freundinnen.

Seit zwei Monaten nun treffen sich die Frauen – es hat sich eine kleine Clique von 4 Personen ergeben – regelmäßig, gehen aus, shoppen, machen Weiberabende…. Der schöne Nebeneffekt: beim Ausgehen trifft das attraktive Quartett jedes Mal auf charmante Single-Männer.

Ein Trumpf des realen Lebens! Ausgang ungewiss, aber Ende gut!

Insofern sollte sich jede Frau überlegen, ob der untreu gewordene Partner eine 2. Chance wirklich verdient. Denn wie bei so vielen anderen Angelegenheiten auch, wo die Rückfallquote immens ist, handelt es sich bei Männern, die einmal untreu waren, um Wiederholungstäter.

Alarmstufe rot und verstärkte Rückfallgefahr!

Das braucht keine Frau der Welt! Viele Nutzerinnen von www.wen-datet-er-noch.de können diese Einstellung übrigens bestätigen. Auch wenn es für so manche ein langer Weg war, bis sie zu der Einsicht gelangten: „lieber Single als einen Fremdgänger an der Seite!“

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen, auf Facebook unter http://www.facebook.com/lindatabea.vehlen?ref=tn_tnmn

Bildnachweis: Fotolia, kette © Tom Bayer #31153766

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