Rache nach Untreue – bei vielen Frauen bleibt es bei der Phantasie

Meldungen darüber sind fast schon regelmäßig in den Medien vertreten und meist handelt es sich bei den „Ausübenden“ um Frauen. Die Rede ist von Racheakten an Männern. Wobei meist schnell klar wird, dass es sich um untreue bzw. vermeintlich untreue Männer handelt.

Die einzelnen Fälle sind so verschieden wie die Menschen auch, zeugen aber allesamt von einer ungeheuren Wut der Frauen auf ihre Ex- oder „Noch“-Partner.

Geht es um Untreue und Fremdgehen sehen viele betrogene Frauen rot.

Und werden in einigen Fällen richtig rabiat und rächen sich. Damit unterscheiden sich die weiblichen Reaktionen auf den Betrug entscheidend von denen der Männer. Denn diese führen üble Racheaktionen, wenn sie entdeckt haben, dass die Partnerin ihnen untreu ist, relativ selten durch.

Frauen, temperamentvolle noch dazu, schlagen dafür umso mehr zu, wenn sie erfahren, dass eine andere im Spiel ist oder – schlimmer noch – sie ihren Partner auf frischer Tat mit einer Frau in eindeutiger Situation ertappen.

Zum Thema „Rache“ gibt es, wie für alles andere auch, Bücher und Onlinediskussionen. Dort werden frank und frei Rachetipps für die potentielle Rächerin publiziert.

Doch gehen betrogene und gedemütigte Frauen wirklich so weit, dem Fremdgeher – in Form einer Racheaktion – zu schaden?  In einer Blitzumfrage unter einigen, zufällig ausgewählten, Nutzerinnen des  Treuetestportals www.wen-datet-er-noch.de und bei Freundinnen und weiblichen Bekannten, fielen die Antworten unterschiedlich aus.

Die allermeisten Betrogenen – von denen ein Großteil sich nach dem Fremdgehen auch vom Partner getrennt hat – belassen es beim Kopfkino. Das allerdings ist richtig heftig!

So gaben einige Frauen an, es zu genießen, sich vorzustellen, dass sie den untreuen Partner im Zusammenhang mit sexuellen Vorlieben in seiner Firma, vor Mitarbeitern und Kollegen, bloßstellen.

So berichtete beispielsweise eine der Frauen, dass sie ihrem Expartner, der sie wieder und wieder mit Prostituierten betrog, am liebsten einen Brief, der den Eindruck hätte erwecken sollen, eine käufliche Dame hätte ihn geschrieben, in sein Büro geschickt hätte. Wohlwissend, dass zunächst die Sekretärin seine Post öffnet….

Wieder eine andere Frau, deren Mann mit Vorliebe an Orgien in Swinger- und SM-Clubs teilnahm, weidete sich an dem Gedanken, eine (gefälschte) eindeutige Einladung zu einer solchen Party in seine Firma zu schicken und ihn damit bloßzustellen.

Von der Theorie in die Praxis umgesetzt, würden derlei Aktionen ihre Wirkung mit Sicherheit nicht verfehlen und wohl sicher für einen gewissen „Scham-Effekt“ beim Betroffenen sorgen. Doch die genannten Beispiele blieben reines Kopfkino.

Immer und immer wieder durchgespielt, so gaben die Frauen an, halfen derlei Rachegedanken beim Verarbeiten der Trennung und der Demütigung durch das Fremdgehen. Denn bleibt es bei der reinen Fiktion, nutzen sich die Rachefantasien in den meisten Fällen ab.

Und werden ebenso weniger wie das permanent sich drehende Gedankenkarussell, welches vierundzwanzig Stunden am Tag im Einsatz ist und die immer wieder gleichen Fragen („Warum, warum, warum ???“) durchs Gehirn presst.

Irgendwann sind der untreue Mann und die schlimme Trennungszeit danach, inklusive Rachegedanken, nur noch Vergangenheit, an die man sich sogar wieder ohne negative Emotionen erinnern kann. Im Idealfall verspürt man gar nichts mehr beim Zurückdenken.

Und was ist mit den wirklich krassen Geschichten?

Wo Frauen Autos im Wert eines Einfamilienhaus zerkratzten, seine Handy-Nummer unter eine eindeutig-zweideutige Anzeige in der Zeitung setzten oder ihm einen toten Fisch in den Briefkasten warfen? Passiert sicherlich, aber von solchen Fällen haben die von uns, in der nichtrepräsentativen Umfrage, befragten Frauen nicht berichtet.

Lediglich eine gab an, eine Racheaktion gestartet zu haben, indem sie seine gesamten Designerklamotten umgehend an die Kleiderspende übergeben hat.

Untreue mit karitativer Nachwirkung – mal was anderes!

Wer dennoch lesen möchte, was Frauen, die betrogen wurden, im Extremfall anstellen, dem sei dieser Beitrag empfohlen:  http://www.fraulich-online.de/?p=358

Ansonsten gilt: bemühen Sie lieber das Kopfkino – es ist für alle Beteiligten entspannter!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen auf Facebook unter http://www.facebook.com/lindatabea.vehlen?ref=tn_tnmn

Bildnachweis: Fotolia,  #17162254 © HelleM

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