Fashion ShowUm ein benutztes Abschminktuch drehte sich kürzlich eine Diskussion im Forum einer sogenannten „anspruchsvollen“ Singlebörse.

Unter der Überschrift „Ich traue ihm nicht“ berichtete dort eine Nutzerin dieser Singlebörse über ihr ungutes Bauchgefühl gegenüber einem Mann, den sie in dem Datingportal für „gehobenere“ Singles kennengelernt hat.

Es war ein Erfahrungsbericht, den zum einen sicherlich viele (Single)Frauen nachvollziehen können und der zum anderen stellvertretend steht für viele andere hunderttausende Berichte zu diesem Thema.

Denn es ist ja nun mal die Kennenlern- oder auch frühe Beziehungsauftaktphase, die so sensibel ist und in der sich alles entscheidet – Hopp oder top!

In dem eingangs erwähnten Posting gab die Frau ihre Gefühle, ihr Mißtrauen, preis – schrieb, dass sie dem neu kennen gelernten Mann nicht traut. Auslöser dafür war ein – offenbar erst kürzlich benutztes – Abschminktuch, welches die Betroffene im Bad des neuen Freundes fand.

Der war natürlich um eine Ausrede nicht verlegen und gab vor, dass dieses Tuch wohl noch von einer Exfreundin stammt, die aber schon mehrere Monate zuvor ausgezogen war. So was glaubt selbstverständlich wohl keine Frau der Welt, auch sah das Abschminktuch dem Vernehmen nach frisch benutzt aus.

Die Mitkommentatoren in dem Forum tippten auf eine Affäre oder eben Paralleldating mit anderen Frauen aus der Singlebörse.

Offenbar war der betreffende Mann zudem mit einer Frau in Kontakt, mit der er auch ins Bett ging, während die Rat suchende Frau mit diesem Mann ihren Angaben nach noch keine sexuellen Kontakte hatte.

Hier kam eine interessante Aussage ins Spiel: nämlich die, dass viele Männer in der Kennenlernphase neben der Frau, die sie wirklich ernsthaft kennenlernen wollen und mit der sie sich „mehr“ vorstellen könnten, meist parallel auch noch eine Frau nur fürs Bett haben.

Nun, das mag vorkommen, aber ich bezweifle, dass tatsächlich der Großteil der Männer so agiert. Und die Männer, die das so handhaben, sind meiner Meinung nach sowieso mit großer Wahrscheinlichkeit Hallodris oder/und notorische Fremdgeher.

Wer es als Mann schon in einer Kennenlernphase oder in einer Zeit des zarten Beziehungsauftaktes nicht schafft, sich nur auf eine Frau zu konzentrieren, wird kaum zum treuen Partner für die Ewigkeit (oder zumindest auf lange Zeit) taugen.

Auch ist es wahrscheinlich kaum so, dass entsprechende männlichen Zeitgenossen ein solches Treiben ganz gezielt angehen und auf der einen Seite eine Frau für „länger“ ganz artig daten und auf der anderen Seite eine fürs Bett haben.

Ich schätze das eher so ein, dass diese Sorte „Mann“– gerade und vor allem Männer aus der Singlebörse – wohl zur gleichen Zeit mit verschiedenen Frauen beim Online-Dating in Kontakt treten und diese Kontakte auch ganz fröhlich parallel nebeneinander her laufen lassen. Und da wird es wahrscheinlich solche Frauen geben, mit denen man(n) erotische Abenteuer erlebt (das heißt ja nicht, dass nicht auch diese Frauen ernsthaft jemanden kennenlernen möchten) und solche, die „damit“ prinzipiell warten und zunächst eine ernst zu nehmenden Kennenlernphase aufbauen möchten.

Der Mann nimmt in solchen Situationen natürlich gern das eine oder andere sexuelle Stelldichein mit.

Nicht selten aber machen sich alle beteiligten Damen Hoffnung auf „mehr“ und ahnen meist eine Zeit lang nicht, dass da noch eine andere Frau – oder gar mehrere andere Frauen – im Spiel ist/sind.

Das Misstrauen und die unguten Bauchgefühle kommen erst dann ins Spiel, wenn verräterische Signale – wie das oben erwähnte benutzte Abschminktuch – auftreten.

In den meisten Fällen sind das absolute Klassiker, wie zum Beispiel:

– ein, zwei Tage nicht anrufen oder erreichbar sein,
– auf Nachrichten erst spät oder gar Tage später zu reagieren,
– das Handy nicht aus den Augen lassen, es überall – bis ins Bad – mit hinnehmen,
– Anrufe, die bei ihm eingehen, wenn SIE dabei ist, die er aber dann nicht annimmt,
– dasselbe Spiel mit eingehenden SMS, die (erstmal) ignoriert werden,
– Abtauchen inklusive „Nichterreichbarkeit“ am Wochenende/an Feiertagen.

Die genannten Punkte treffen freilich nicht nur auf Singlebörsenmänner oder Solisten aus der realen Wildbahn zu, diese Klassiker legen auch die meisten gebundenen oder verheirateten Männer, in deren Leben es noch eine andere, heimliche, Frau gibt, an den Tag.

Wir hören zu all diesen Klassikern im Übrigen nahezu täglich die dazugehörigen Geschichten betrogener und belogener Frauen – nämlich den Nutzerinnen unseres Lügner- und Fremdgeher-Aufdeckportals www.wen-datet-er-noch.de, das misstrauische Frauen mit unguten Ahnungen im Internet nutzen.

Und immer wieder gehen das Lügen und das Fremdgehen mit eher schrägen – ja, oft absurden – Stories einher, wie ich es selbst auch persönlich einst erlebte.

Erwähnt seien hier nur mal kurz der eine Typ, den ich damals in einer Singlebörse kennenlernte und der – inmitten der Kennenlernphase, wo man sich am Tag dreimal hörte – eines Tages, nachdem man sich am Vorabend gesehen hatte, überhaupt nicht von sich hören ließ.

Ganze 24 Stunden blieb das Handy stumm. Wohlgemerkt: nachdem man bis dato –zig Mal am Tag miteinander telefoniert hat!

Als Ausrede dazu kam dann, dass er nach dem Heimkommen Wäsche gewaschen hat und kurz danach eingeschlafen sei. Das stimmte natürlich nicht, wie sich später herausstellte, denn er hatte den Tag schlichtweg mit einer anderen Frau verbracht. Warum man(n) dann so eine übers Knie gebrochene Ausrede an den Tag legen muss, bleibt fraglich, aber muss FRAU ja auch gar nicht verstehen…!

Oder ein anderer Typ, den ich mal kannte: auch er blieb – nach vorangegangener reger Kommunikation und gemeinsam verbrachten Dates – von heute auf morgen stumm, das aber in einer Situation, in der ein neues Date schon verabredet war. Und man sich vorher nur noch mal über die Zeit usw. austauschen wollte.

Nun – wie gesagt: ich hörte am Tag des vereinbarten Dates nichts von ihm, ein Anruf bei ihm führte nur auf die Mailbox.

Irgendwann am späten Nachmittag meldete er sich und tat kund, dass er gerade erfahren hat, dass frühere Schulfreunde aus seiner Klasse und aus seinem alten Heimatort (über 700 km entfernt) sich zu einer Art „Klassentreffen“ angesagt hätten und alle übers Wochenende zu ihm kommen wollen.

Sowas ist natürlich absurd, geglaubt habe ich diese zurecht gebogene Ausrede natürlich nicht.

Und behielt Recht! Denn auch bei diesem Kandidaten fand ich später heraus, dass nicht Klassenkameraden, sondern schlichtweg eine andere Frau der Grund war, dass er das Date mit mir abgesagt hatte.

Insofern bleibt nur immer wieder der goldene Tipp – vor allem dann, wenn das ungute Bauchgefühl bereits grummelt -: Frauen, hört die Signale!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen, auf Facebook unter: https://www.facebook.com/lindatabea.vehlen

Bildnachweis: Fotolia, https://de.fotolia.com/id/93467695,

Datei: #93467695 | Urheber: martinkay78

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