…so manche Ehefrau macht die bittere Erfahrung, dass der Partner sich nach Jahren eine Jüngere sucht

Alltag im turbulenten Kaleidoskop der Seitensprünge und gerade im eigenen Bekanntenkreis hochaktuell:

der tiefe Einschnitt in den Lebensstandard der Betrogenen, wenn eine Trennung die Konsequenz des Fremdgehens bedeutet.

Ist es für die allermeisten Frauen nicht schon Schmach genug, dass sie entdecken mussten, dass der eigene Partner fremdgeht, so ist der Schock riesengroß, wenn der jahrelange Partner sich tatsächlich für die Frau, mit der er seine Partnerin betrogen hat, entscheidet.

Und die „abgelegte“ einstige Partnerin nun sehen kann, wo sie bleibt. Emotional und auch finanziell.

Wie eingangs erwähnt, bekomme ich gerade in meinem persönlichen Umfeld „Einblick“ in eine solche Situation. Sie, Ende Vierzig, Er Anfang fünfzig, beide knapp zwanzig Jahre verheiratet. Er machte Karriere im Job, sie zog die Kinder groß und gab für die Familie ihren Job auf. Durch seinen guten Verdienst konnte man sich eine tolle, großzügige Penthouse-Wohnung in direkter Citynähe von Berlin leisten.

Bis der Gatte irgendwann auf die Idee kam, im Internet nach heimlichen Flirtkontakten zu suchen. Und seine Frau betrog.

Zwei Jahre lang, bis es offiziell wurde.

Nicht, wie so oft, durch Zufall, sondern weil der Ehemann sich für „die andere“ entschieden hat und sein Fremdgehen selbst gestand. Keine 30 Jahre ist die „Neue“ alt und zieht nun als “Frau an seiner Seite“ ins Penthouse.

Da absehbar ist, dass es ziemliche Auseinandersetzungen um den Unterhalt geben wird und die Regelungen auch für langjährige Ehepartnerinnen in Sachen Unterhalt nicht mehr ganz so großzügig sind wie vor Jahren noch, muss die betrogene Gattin nun erstmals Bekanntschaft mit dem Jobcenter machen.

Denn nur über dieses bekommt sie relativ schnell eine Wohnung finanziert. Und die natürlich nicht in Bestlage….

Konnte sie vor wenigen Wochen noch den Traumblick von der Dachterrasse genießen, muss sie nun mit einem winzigen Appartment an der Ausfallstraße vorlieb nehmen. Eine Situation, die viele Frauen, die mal eben durch eine Jüngere ersetzt werden und ähnliches durchmachen müssen, nur schwer verkraften und nicht selten in Depressionen stürzt.

Tragen Frauen (auch die, die nicht verheiratet und vielleicht auch erst frisch zusammen sind) normalerweise allein schon am Fremdgehen ihres Partners schwer, wissen weibliche Zeitgenossinnen, denen eine Situation wie geschildert widerfährt, kaum ein noch aus.

Oft haben sie, die jahrzehntelang raus sind aus dem Berufsleben, kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt und landen häufig in der Minijobfalle oder gänzlich in Hartz IV.

Und das alles nur, weil der langjährige Partner in den „zweiten Frühling“ gerät und meint, sich eine jüngere Frau zulegen zu müssen.

Das hat es natürlich schon zu allen Zeiten gegeben, aber seit es gang und gäbe ist, dass man(-n) sich im Internet kinderleicht heimliche Zweitkontakte aufbauen kann, haben solche Fälle logischerweise rasant zugenommen. So manche Frau jenseits der 45 kann davon ein Lied singen…

Als Trost bleibt wohl den Frauen, die mit einer solchen schmerzhaften Situation konfrontiert sind, nur, dass das junge Glück in vielen Fällen nicht sehr lange anhält.

Spätestens dann, wenn ER älter wird und seine Interessen mit denen der einstige „Neuen“ doch sehr auseinanderklaffen und nicht wirklich in Einklang zu bringen sind.

Oder / und weil die doch so viel jüngere Frau keine Lust oder Nerven hat, auf seine nach und nach auftretenden „Zipperlein“ einzugehen oder – im schlimmsten Fall – schon gar nicht seine Altenpflegerin sein möchte. Und weiter zieht….

Auch das ist ein ziemliches Phänomen:

so wie viele Paare sich zum Beispiel nach einem gemeinsamen Hausbau trennen, gehen relativ viele Beziehungen, wo der Mann seine langjährige Partnerin für eine jüngere Frau verlassen hat, mittelfristig kaputt.

Meist ist dann im Umfeld schon lange Gras über die einstige „Aufreger“-Geschichte gewachsen und man bekommt es eher so am Rande mit.

Viele der einst „abgelegten“ Frauen können sich dann ein klitzekleines bißchen Schadenfreude nicht verkneifen. Den meisten allerdings ist es zu diesem Zeitpunkt schon absolut egal. Denn so manche der Exfrauen hat nämlich die Trennung genutzt, um – wenn auch am Anfang mit Startschwierigkeiten, aber dann zumeist mit neuer Engergie und Lebensfreude ?? noch mal richtig Gas zu geben. Beruflich wie privat.

Und dass der damit einhergehende Erfolg – sei es der tolle Job oder das neue persönliche  Glück – auch eine Form der Schadenfreude sein kann, versteht sich irgendwie von selbst…

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen, auf Facebook unter https://www.facebook.com/lindatabea.vehlen?ref=tn_tnmn

Bildnachweis: Fotolia, #49418693 © mma23

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