Treuetest – das Ergebnis ist für manche Frauen ein Schock

Liebeskummer kennt jede von uns. Es ist schlimm, schlimm und nochmals schlimm!

Doch ist dieser Herzschmerz um einiges schlimmer – eigentlich schier unerträglich – wenn man betrogen, hintergangen oder belogen wurde. Wo  man sich doch mit dem betreffenden Mann eine Zukunft ausgemalt hat…!

Auf den ersten Blick ist Liebeskummer gleich Liebeskummer.

Doch ist Untreue, der Betrug, das Fremdgehen eines Mannes im Spiel, scheint für viele betroffene Frauen die Welt im ewigen Grau zu versinken.

Es ist – und das berichten immer wieder die unterschiedlichsten Frauen – ein Unterschied, ob man(-n) sich getrennt hat, weil es für ihn nicht passte,  ihm seine Freiheit wichtiger war oder sonstige Gründe aus seiner Sicht gegen eine Beziehung sprachen, oder ob man als Frau von vorne bis hinten belogen und mit anderen Frauen betrogen wurde.

Marianne, eine Frau, die auf dem Treuetestportal www.wen-datet-er-noch.de ihren Partner der Untreue überführt hat, berichtet, wie es war, als sie auf einmal erfuhr, dass der Mann ihres Herzens bereits vergeben war.

„“Als ich Peter kennenlernte, glaubte ich schon gar nicht mehr an die Liebe, hatte mich fast damit abgefunden, dass es DEN Mann des Lebens wohl für mich nicht geben würde. Was ich schade fand, aber mich nicht verzweifeln ließ.

Denn ich hatte auch so ein schönes Leben. Mein Job als Einkäuferin mit Marketingverantwortung bei einem internationalen Modelabel verschaffte mir im Business sagenhafte Erlebnisse, die andere Leute vielleicht ein Leben lang nicht erleben.

Gutbezahlt war der Job obendrein, jeden Monat around the World, Mailand, Paris, Los Angeles – was wollte ich mehr?!

Na ja…einen Mann an meiner Seite wollte ich schon gern. Es war ja auch nicht so, dass ich in Sachen Partnersuche überhaupt nichts unternahm.

Nur: der Beruf ließ mir eben so gut wie keine Zeit, einen Mann im richtigen Leben kennenzulernen. In meinem Business auf Mr. Right zu stoßen, fiel aus, da sich erstens auch da nie ein geeigneter Kandidat fand und zweitens sehr viele Männer schwul waren.

Also wurde ich Mitglied in zwei sehr anspruchsvollen Partnerbörsen und in einer ganz normalen Singlebörse. Beides Datingplattformen im Internet.

Das Schreiben mit den Männern, das Blinken des Nachrichten-Buttons, wenn wieder mal  neue Zeilen von einem Mann eintrafen, begleitete mich so gut wie auf allen beruflichen Trips. Es hatte was, sich mit noch fremden Männern auszutauschen.

Wann immer ich irgendwo allein im Hotel hockte oder Wartezeit auf dem Flughafen verbringen musste, loggte ich mich ein und schrieb oder chattete mit interessierten Kandidaten.

Ich hatte in den letzten Jahren demzufolge auch ziemlich viele Dates, nur: irgendwas war immer, warum nichts draus wurde.

Ich selbst sortierte natürlich ziemlich straight aus, denn einen gewissen Anspruch hatte ich schon. Die wenigsten Männer wurden dem gerecht,  hinzu kam, dass viele Männer ein Problem mit meinem Powerjob hatten (obwohl dies die wenigsten offen zugegeben haben…).

Natürlich kam es auch vor, dass bei mir die Schmetterlinge flatterten und sich bei dem Mann, mit dem ich mir mehr vorstellen konnte, nichts tat, aber dies führte bei mir nicht zu großartigem Herzschmerz. Ein Wochenende lang war ich vielleicht mal traurig, aber mehr war da nicht.

Irgendwann landete dann eine Nachricht von Peter in meinem E-Mail-Postfach.

So wie er schrieb, was ihn interessierte, seine Charaktereigenschaften – das kam dem Bild meines Traumtyps schon ziemlich nahe. Dann sandte er mir ein Foto von sich und es haute mich fast um! Er sah einfach toll aus! Typ „italienischer Macho“ -ganz mein Typ!

Als dann auch noch die gemeinsamen Telefonate voller Sympathie waren, begannen meine Schmetterlinge im Bauch so richtig abzuheben. Noch aber stand ein Treffen aus.

Da Peter als selbständiger IT-Mann – ebenso wie ich – permanent in aller Welt unterwegs war und es mich durch meinen Job heute dahin und morgen dorthin verschlug, kam ein erstes Date erst relativ spät zustande. Fast drei Monate waren da seit unserem Erstkontakt auf dem Partnerportal vergangen…

Dann aber kam der Abend der Abende! Wir waren verabredet.

Peter hatte einen Tisch in einem sehr stilvollen Restaurant, ganz in der Nähe meiner Wohnung, reserviert. Er selbst wohnte etwas weiter weg, aber noch im selben Bundesland.

Der Einfachheit halber holte er mich von daheim ab. Ich war superaufgeregt!

Als er dann vor mir stand und mir formvollendet die Tür zu seiner englischen Nobelkarosse aufhielt, war es schon fast um mich geschehen! Ich finde den Anstand alter Schule einfach nur herrlich!

Kurzum: es war ein fantastischer Abend, wir waren auf einer Wellenlänge und – so wie es schien – hatte Peter dieselben Interessen und Wertvorstellungen wie ich. Zudem sah er auch aus wie auf dem Foto, viele Männer tricksen da ja…..

Ein Glück, dass ich kaum fassen konnte! Ich verbrachte den Abend wie auf Wolken!

Ganz klar, dass wir uns erneut verabredeten. Schon drei Dates später waren wir ein Paar. Es ging alles so glatt und selbstverständlich vonstatten, dass ich kaum zum Nachdenken kam.

Eines jedoch fiel mir auf, wenn auch nicht sofort: ich verbrachte nie ein gesamtes Wochenende mit Peter. Entweder besuchte er mich Freitagabend und fuhr Samstagmorgen wieder oder er kam am Samstagabend und fuhr bereits Sonntag nach dem Frühstück wieder.

Als Grund gab er seinen Job an. Als IT-Berater musst er natürlich bei seinen Kunden vor Ort sein, wenn die ihn brauchten. Egal, ob Wochenende war oder nicht.

Da ich selbst ja auch jobmäßig sehr eingespannt bin, kam mir dies anfangs nicht einmal spanisch vor, sonder eher entgegen.

Bis ich jedoch feststellte, dass Peter irgendwie allen gemeinsamen Aktivitäten aus dem Wege ging. Sei es der Besuch einer Veranstaltung oder der Einladung zu Freunden von mir. Er selbst sprach nie über eigene Freunde, fast schien es mir, als hätte er gar keinen Freundeskreis.

Wenn er da war, kochte ich meist für ihn und wir blieben daheim.

Leider aber war die Zeit mit ihm mehr als begrenzt, wurde sogar knapper, desto länger wir zusammen waren.

Streng genommen aßen wir zusammen, gingen ins Bett, frühstückten und – weg war er.

Zwar rief er mich zuverlässig jeden Tag an, doch Telefonate ersetzen natürlich kein persönliches Miteinander. Ich wurde über diese Situation immer trauriger, auch genervter. Anfangs sagte ich so gut wie nichts darüber, wie sehr mich seine Zeitknappheit ärgert, aber irgendwann konnte ich meinen Unmut darüber nicht mehr verbergen und sprach ihn darauf an.

Er meinte, dass der Zustand ja nicht für immer sei und er halt gerade jetzt so viele Aufträge hat, die weltweit abgearbeitet werden müssen. Es wird auch wieder anders, ruhiger. Irgendwann….

Stutzig machte mich allerdings, dass er mir niemals eine Festnetznummer von eines der Hotels gab, in denen er übernachtete, wenn er unterwegs war. Natürlich telefonierten wir meist über sein Handy, aber dennoch, so meinte ich, könnte dieses ja auch mal ausfallen oder verloren gehen, dann wäre es doch besser, ich wüsste, in welchem Hotel er wäre, um ihn erreichen zu können. Keine Chance, Peter wollte an dieses Thema nicht ran. Er blockte ab.

Dass er es so kategorisch ablehnte, mir das jeweilige Hotel inklusive seiner Erreichbarkeit dort zu nennen, machte mich natürlich stutzig.

Aber noch hielt ich mein ungutes Bauchgefühl im Zaum, mochte es – jetzt im Rückblick betrachtet – nicht hören. Nur allzu gern wollte ich an meiner Vision fest halten, mit Peter meinen endgültigen Traummann gefunden zu haben.

Die Zeit schritt voran, Peter war nach wie vor nur selten bei mir oder ich bei ihm, kurze Wochenendstippvisiten, danach schnell wieder weg, unter der Woche fanden fast gar keine Treffs statt. Zwar telefonierten wir täglich, aber auch hier bemerkte ich, dass Peter immer zu ein- und derselben Zeit anrief. Nie zwischendurch.

Irgendwann ging unsere Beziehung in den sechsten Monat. Wir nahmen uns vor, aus diesem „Anlass“ schick essen zu gehen. In das Restaurant, wo wir uns das erste Mal getroffen hatten.

Ich dachte mir, dass es doch nett wäre, die alten Mails mal auszudrucken, mit den allerersten Zeilen, die wir uns geschrieben haben. Eilig machte ich mich daran, die Partnerbörse, über die wir uns kennengelernt haben, aufzuklicken und auf sein Profil zu gehen. Dass es noch existierte, wusste ich, wir hatten darüber gesprochen. Peter hat oft erwähnt, dass er da immer noch Werbung von dem Portal bekommt, was ihn nervt, er müsste sich bald mal da abmelden, da er mich ja nun gefunden hat und bestens versorgt ist.

Ich für mein Teil hatte mein Profil in der Datingbörse auch noch, hatte mich aber seit unserem ersten persönlichen Kennenlernen dort nie wieder eingeloggt.

Als ich Peters Profil öffnete, erstarrte ich fast. Und musste immer und immer wieder lesen was dort stand: zuletzt online einen Tag zuvor!

Ich war wie vor den Kopf geschlagen und konnte es gar nicht fassen.

Ohne lange nachzudenken, rief ich Peter spontan an.

Er reagierte cool, oder besser gesagt: typisch männlich. Klar war er online, bekam ich zu hören – aus einem wichtigen Grund nämlich! Weil er sich abmelden wollte. Klar, just am Vortag, wer`s glaubt, wird selig! Ich glaubte ihm nichts mehr.

Mein Mißtrauen war erwacht, mein sowieo schon schlechtes Bauchgefühl bahnte sich seinen Weg.

Von nun an war ich allem gegenüber, was er tat, skeptisch.

Die Wochenenden, die wir nicht zusammenhängend gemeinsam verbrachten, die immer gleichen Anruf-Zeiten (unter der Woche um acht abends, Sonntags um sechs abends), sein ständiges „unterwegs sein“ – das alles machte mich extrem mißtrauisch.

Seit ich über Peters Online-Aktivitäten im Bilde war, konnte ich mich überhaupt nicht mehr entspannen. Natürlich merkte er das, aber es kam von ihm kein Bemühen, mir zu zeigen, dass ich mir keine Sorgen machen muss, dass ich für ihn ohne Wenn und Aber seine Nummer 1 bin. Wir verbrachten auch nach wie vor nur wenig Zeit miteinander.

Eines Tages erfuhr ich, dass es im Internet ein Treuetestportal für Frauen, wen-datet-er-noch.de, gibt.

Als Peter mal wieder Sonntagmorgens nach dem Frühstück (auf Geschäftstermine, die er angeblich auch an einem Tag, wo die meisten frei haben, nicht verschieben kann… ) verschwand, klickte ich mich sofort ins Internet und fand die Seite.

Ohne zu zögern registrierte ich mich und gab Peters Angaben ein.

Was danach kam, war ein einziger Alptraum für mich. Es zeigte sofort einen „Treffer“ an, eine &üuml;bereinstimmung der Daten, die so auch bereits eine andere Frau in dem Portal hinterlegt hat.

Ich schrieb der Frau sofort über das Portal eine Nachricht.

Noch immer war ich geschockt und wie in Trance, konnte kaum glauben, was da passierte, und hoffte, das möge alles nicht wahr sein!

War es aber.

Keine zehn Minuten erhielt ich eine Mail der Frau, mit ihrer Telefonnummer und der Bitte, man möge doch telefonieren. Zitternd wählte ich die gemailte Ziffernfolge.

Nach dem ersten Rufton wurde abgehoben. Eine sympathische Frauenstimme meldete sich.

„Das ging aber schnell – die Sache lässt Ihnen sicher ebensowenig Ruhe wie mir“ begann sie den ersten Satz.

Und dann erfuhr ich die ganze Wahrheit.

Sabine, so stellte sich die Frau am Telefon vor, war verheiratet. Mit Peter. Und erwartete ihn in ca. 2 Stunden bei sich (und ihm) daheim. Er hat sich bereits von unterwegs gemeldet, dass er in Kürze bei ihr eintrifft. Seine Ausrede für sie war, dass er bis gestern spät bei einem Kunden war (statt bei mir) und im Hotel übernachtet hat.

Mir wurde schwindelig, als Sabine mir alles erzählte.

Von ihrem Mißtrauen, das sie seit langem plagte und dem Verdacht, dass ihr Mann seinen durchaus reiseintensiven Job für Treffen mit einer anderen Frau ausnutzt.

„Klar, er ist permanent am Wochenende unterwegs, darum habe ich anfangs auch überhaupt gar keinen Verdacht geschöpft. Irgendwann aber bekam ich durch einen Zufall mit, dass er sich im Internet auf Singlebörsen-Seiten herumtreibt. Er hat es natürlich abgestritten, als ich ihn darauf ansprach, aber ich habe dies selbstverständlich überprüft. Wir benutzen daheim einen Computer zusammen, deshalb habe ich das relativ leicht herausbekommen. Mir war klar, da ist eine andere oder mehrere Frauen im Spiel.

Beim Surfen im Internet bin ich auf die Website zur Aufdeckung von Fremdgehern   gestossen, auf das Treuetestportal.

Ich habe Peter dort vor ca. zwei Monaten hinterlegt, einfach weil mein Verdacht, dass er fremdgeht, sich erhärtete. Tja, und heute habe ich durch Deine Suche einen Treffer angezeigt bekommen“ so berichtete Sabine.

Ich erzählte ihr von meiner Entdeckung, dass er noch in der Singlebörse aktiv ist, obwohl ich mich mit ihm in einer Beziehung wähnte. „Wahrscheinlich sucht er da schon wieder nach neuen Frauenkontakten“ so Sabines Kommentar.

Ich konnte nicht mehr, das war alles zuviel für mich!

Zumal mir Sabine erzählte, dass sie bereits seit 15 Jahren mit Peter verheiratet ist, die beiden zwei Kinder (das jüngste erst zwei Jahre alt!) haben und sie sich vor fünf Jahren zusammen ein Haus gebaut haben.

Das klassische „Rama-Familien-Idyll“, wenn da nicht Peters „zweites Gesicht“ wäre….!

Nachdem ich fast zwei Stunden mit Sabine telefoniert hatte, legte ich auf und war fast am Zusammensacken. Der Schock saß zu tief.

Ich war allerdings noch so klar beieinander, dass ich innerlich fast ein wenig erleichtert war, „es“ nun zu wissen. Erleichtert auch, dass ich keine Gespenster gesehen habe, dass mein ungutes Bauchgefühl, mein Misstrauen begründet waren.

Obwohl es mir nicht wirklich leicht fiel, lösche ich noch am selben Tag sämtliche Kontaktdaten von Peter, seine Telefon-Nummern und die E-Mailadresse.

Ich war inzwischen auch wütend, wollte nichts mehr mit diesem Kerl zu tun haben. Damit er nicht auf die Idee kam, mich noch auf irgendeine Art und Weise zu kontaktieren, schrieb ich ihm kurz eine entsprechende SMS.

Ich hörte nie wieder was von ihm. Einzig Sabine rief mich ein paar Wochen später an.

Die Scheidung, so sagte sie, ist eingereicht.

Ich selbst habe noch fast ein Jahr gebraucht, um darüber hinweg zu kommen, nicht einmal mein Job konnte mich in den trostlosen Zeiten ablenken. Ich war einfach am Boden zerstört, hatte ich doch für mich geglaubt, endlich den Richtigen gefunden zu haben.

Mittlerweile geht es mir wieder ganz gut, Singlebörsen udn Online-Portale allerdings meide ich wie die Pest. Es soll nicht nach Vorurteil klingen, aber den Verdacht habe ich schon, dass sich im Internet viele Männer tummeln, die lügen.

Ich warte jetzt auf den wirlichen „Einen“ – im richtigen Leben!““

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