Entsetzen, Fassungslosigkeit und schockierend – diese Emotionen werden wohl bei den meisten Menschen, die in diesen Tagen über die Mord- und Missbrauchs-Opfer in Höxter lesen, hervorgerufen.

Eine erste Zusammenfassung des Falls liefert die am vergangenen Sonnabend erschienene SPIEGEL-Ausgabe, neueste Medien-Meldungen lassen vermuten, dass es weitere Opfer des Horror-Paars gibt und somit auch noch andere Frauen in den Fängen dieser Verbrecher waren.

Besonders perfide: der Tatverdächtige, Wilfried W., 46 Jahre alt, soll auch auf der Dating-Plattform Friendscout nach Frauen gesucht haben. Dort inszenierte  er sich als netter Typ von nebenan, gab das harmlose Motto „Zu zweit ist alles schöner“ kund.

Eine Frau, die den Tatverdächtigen zunächst per E-Mail und Telefon kennenlernte, gab laut SPIEGEL an, dass Wilfried W. eines Abends unverhofft bei ihr daheim aufkreuzte, sie wollte – so gab sie es an – gerade ins Bett gehen.

Sie öffnete ihm die Tür und angeblich hat er ihr nach kurzer Zeit in ihren vier Wänden schon einen Heiratsantrag gemacht, hatte gar Ringe von wohl verflossenen Partnerinnen dabei.

Es irritiert, wenn man liest, dass eine Frau, die einen Mann aus einer Singleböse nur sehr flüchtig kannte, einem damit fast Fremden einfach so die eigene Wohnungstür öffnet. Hätte der Täter eine andere Vorgehensweise an den Tag gelegt, wäre vielleicht auch diese Frau ein Misshandlungs- oder gar Todesopfer gewesen!

Der Fall beweist einmal mehr, dass es beim Dating – online wie offline – zwingend darauf ankommt, den anderen Menschen zunächst ausgiebig kennenzulernen – und zwar an neutralen Orten.

Auch von anderen Frauen, die Opfer von Wilfried W. und seiner – ebenso mit verhafteten – Ex-Ehefrau wurden, heißt es, dass sie zu Wilfried W. gefahren seien, um ihn in seinem Zuhause zu besuchen. Auch das ist zunächst ein absolutes NO GO, selbst wenn Fälle wie der in Höxter natürlich sehr selten vorkommen.

Niemals sollte man als Frau – wenn der Kontakt zu einem Mann bislang nur aus Telefonaten oder/und E-Mails bestand – den Flirtkandidaten zuhause besuchen.

Auch ein einziges miteinander verbrachtes Date ist noch keine Grundlage, den jeweils anderen schon in seine Privatspähre, in die eigenen vier Wände, einzuladen.

Natürlich kann man niemals in den Kopf eines Menschen schauen und die Wahrheit ist auch, dass jemand immer kriminell werden kann, auch wenn man sich schon länger kennt oder – um beim Beispiel der Dates zu bleiben – vielleicht schon sechs oder sieben gemeinsame Dates hinter sich hat.

Das ist klar.

Dennoch kann man, wenn man auf Partnersuche ist, einiges dafür tun, um ein Gefühl für den Mann, der einem sympathisch ist oder in den man sich vielleicht schon verliebt hat, zu bekommen. Bauchgefühl und Intuition spielen hier im Übrigen eine ganz klare Rolle.

Die oben erwähnte Frau, bei der Wilfried W. abends spontan aufkreuzte, beschrieb ihr Gefühl W. gegenüber – laut dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL – als „mulmig“. Wohl in DER Situation, als er ihr mit den mitgebrachten Ringen einen Heiratsantrag machte.

Auch wir, die wir ja nun permanent, durch unser Lügner- und Fremdgeher-Aufdeckportal www.wen-datet-er-noch.de, mit den verschiedensten Frauen kommunizieren, haben schon sehr häufig von Frauen gehört, dass das erste Date mit einem Mann in ihrer eigenen Wohnung stattfand.

Natürlich geht sowas wahrscheinlich meistens gut, sonst würden wir ja ständig von irgendwelchen Verbrechen hören, was aber, wenn es eben mal nicht gut geht?

Niemals, wirklich niemals, sollte das Kennenlernen, eine erste (und besser auch nicht die zweite) Verabredung, in den vier Wänden der Frau – und auch nicht im Zuhause des Mannes – stattfinden.

Damit Sie für sich selbst entscheiden können, ob Sie den Mann intensvier kennenlernen, mit ihm ja sogar eine Beziehung eingehen, wollen, beachten Sie beim Dating – egal ob via Online-Dating oder im realen Leben – unbedingt folgendes:

  • Gestalten Sie alle anfänglichen Treffen an neutralen Orten (Restaurant, Theater, Kabarett usw. – ein einsamer Wald ist für ein erstes oder zweites Date definitiv kein guter Ort!)
  • Empfangen Sie einen Date-Kandidaten niemals – wirklich niemals! – bei sich daheim, auch wenn sie glauben, ihn durch –zig Telefonate und E-Mails gut zu kennen – das alles kann (muss nicht) täuschen!
  • Bittet er Sie, ein erstes oder auch zweites Date bei Ihnen zu verbringen, lehnen Sie unbedingt ab und heben Sie sich einen Besuch bei ihm für später auf, wenn Sie ihn besser kennen
  • Hören Sie immer – IMMER, IMMER!!! – auf Ihr Bauchgefühl, folgen Sie Ihrer Intuition! Signalisiert Ihnen Ihr Inneres, dass da vielleicht was nicht stimmt oder haben Sie – warum auch immer – das Gefühl, dass es irgendwie doch nicht passt (auch wenn Sie es rational nicht beschreiben können!): beenden Sie den Kontakt! Zu oft schon haben Frauen ihr richtiges Bauchgefühl anfangs überhört und wurden nur zu häufig später darin bestätigt, dass das zweite Gehirn, wie man dieses Organ auch nennt, richtig lag.
  • Wenn Sie alleinerziehend sind: hier sollte man der Kennenlernphase noch mehr Zeit einräumen, als ohne Nachwuchs. Zu oft und zu häufig, nahezu wöchentlich, liest man davon, dass „Stiefväter“ oder „Partner“ einer Frau das Kind der Frau missbraucht, misshandelt oder sogar getötet haben – trauriger Alltag in Deutschland. Achten Sie mal in der Berichterstattung drauf! Zu oft steht nicht „der Vater“ dort, wenn es um den Täter geht, sondern „der Lebensgefährte der Frau“! Oder: „der Freund“.
  • Die Kennenlernphase sollte immer außer Haus – niemals bei Ihnen oder bei ihm – stattfinden, zumindest die erste Phase einer Kennenlernphase nicht – besonders, wenn Sie Mutter sind. Siehe oben. Dass man sich später, wenn dann auch die Erotik eine Rolle spielt, natürlich ins Private zurückzieht, ist klar, aber lassen Sie sich unbedingt Zeit!

All diese Tipps sind absolut keine Gewähr, dass man nun auf alle Zeit ausschließen kann, an einen kriminellen Typen zu geraten, aber: sie anzuwenden KANN das Risiko minimieren, an jemanden zu kommen, der vielleicht ja schlechte – im schlimmsten Fall verbrecherische – Absichten hat.

Hören Sie bei einem Mann, den Sie neu kennenlernen, unbedingt in sich rein, messen Sie auf jeden Fall auch noch dem kleinsten, unguten Bauchgefühl eine Bedeutung zu: es signalisiert Ihnen nämlich gewisse negative Emotionen keinesfalls umsonst!

Auch die eingangs erwähnte Frau, die laut dem SPIEGEL ein mulmiges Gefühl hatte, als Wilfried W. bei ihr zuhause im Wohnzimmer stand, hat angegeben, dass Sie froh war, als er wieder weg fuhr.

Auch in so einem Fall gilt: nicht auf Überraschungsbesuche einlassen und bloß nicht voreilig die eigene Adresse oder die Adresse der Arbeitsstelle kundtun.

Steht er dennoch – so wie im erwähnten Beispiel – vor der Tür: nicht einlassen! Gehen Sie erst die Kennenlernphase an!

Vielleicht kann diese ja Leben retten!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen, auf Facebook unter  https://www.facebook.com/lindatabea.vehlen

Bildnachweis: (Symbolfoto): Fotolia, https://de.fotolia.com/id/87766713

Datei: #87766713 | Urheber: Photographee.eu

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