feuerroseSie kommen dieser Tage wieder fast täglich – die Freundschaftsanfragen von vermeintlich seriösen Männern. Harmlos und charmant präsentieren sie sich auf den Bildern, die sie auf ihren Facebook-Account stellen und jede Frau, die schon etwas Online-Dating-Erfahrung oder/und ein gutes Bauchgefühl hat, wird sich sagen: „Finger weg!“.

Denn zum Großteil lauern hinter diesen Profilen eben nicht charmante und womöglich noch gut situierte Männer, sondern knallharte Lügner und Romance-Scammer.

Wer davon vielleicht als Frau noch nichts gehört hat, dem sei gesagt, dass Obacht hier das Gebot der Stunde ist und man (FRAU) auf jeden Fall stutzig werden sollte, wenn der Herr in seinem Profil angibt, aus den USA, aus Kanada oder England zu stammen. Auch dem vielleicht etwas ZU angenehmen Äußeren sollte Beachtung geschenkt werden.

Tut man das nicht und nimmt eine entsprechende Freundschaftsanfrage sogar noch an, sieht man sich schnell mit der Situation konfrontiert, dass diese Art von Männern schnell aufdringlich und süßlich werden. Sie beginnen ihre Kommunikation meist auf englisch und mit einem sinnfreien „How are you?“ (oft noch ergänzt durch ein völlig distanzloses „Honey“).

Lässt man sich drauf ein, kann man davon ausgehen, dass nun mehr und mehr Nachrichten folgen, viele private Fragen werden gestellt und rasch wird die große Liebe beschworen.

Danach folgt dann meist die Bitte nach Geld. Die Gründe sind fast immer dieselben: der Mann möchte Sie kennenlernen, Sie besuchen kommen, allerdings gibt es irgendwelche Probleme mit dem Zoll oder/ und denEinreisepapieren. Hierzu benötigt er von ihnen Geld. Oder – eine schon abgedroschene, aber leider zu oft noch wirksame Betrugsmasche – er gibt vor, im Ausland einen Unfall gehabt zu haben und derzeit nicht über genug finanzielle Mittel für die sämtlichen Formalitäten oder Behördengänge oder gar einen Krankenhausaufenthalt zu benötigen.

Ein anderes Mal ist das eigene Kind angeblich in einen Unfall verwickelt oder benötigt eine lebensnotwendige, teure Operation.

All das sind – so, oder ähnlich – perfide, leider täglich angewandte Tricks, die viele Frauen weltweit dazu bewegen sollen, ihr Geld heraus zu rücken.

Es sind die Tricks der Romance-Scammer, so der offizielle Begriff für diese Art von „Herren“.

Polizeiberichten zufolge sitzen ganze Heerscharen von diesen Lügnern und Betrügern in – vorwiegend afrikanischen – fernen Ländern in einer Art Großraumbüros und zocken wie am Fließband Frauen ab.

Die Masche ist die, dass sich irgendwelche Kriminelle auf illegale Weise Fotos von europäisch aussehenden Männern besorgen (meist im Internet) und dann massenweise Accounts in Singlebörsen oder auf Facebook damit anlegen, um in Kontakt mit Frauen zu kommen. Ist eine Verbindung zu einer interessierten, weiblichen Zeitgenossin erst mal hergestellt, geht es Schlag auf Schlag mit dem Vorgaukeln einer großen Liebe.

Und eben mit dreisten (Geld)Forderungen, die irgendwann ins perfide Spiel kommen.

Allerdings ist die Sensibilität von Frauen für derlei Männer, die stets online den Kontakt suchen und sich zumeist als Singlemänner ausgeben, in den letzten Jahren sehr gestiegen.

Vor allem die Polizei machte und macht sehr viele Fälle dieser Art öffentlich und warnt vor den Romance-Scammern. Auch wurden schon Schicksale von Frauen bekannt, die durch diese Online-Betrüger Geld oder andere materielle Werte verloren haben.

Da mir auffällt, dass diese Typen in den letzten Tagen wieder verstärkt auf Facebook den Kontakt suchen, kann ich jeder Frau, die mit derlei Anfragen oder beim Online-Dating mit solchen Männern konfrontiert ist, nur raten, achtsam zu sein – auf das eigene Bauchgefühl hören!

Obwohl heutzutage der jeweilige Date-Kandidat theoretisch aus jedem Land der Welt sein kann, sollte FRAU doch misstrauisch sein, wenn über die Singlebörse oder Facebook ein englischsprachiger Kandidat herein schwebt. Mal ehrlich: die Zeit exotischer Briefkontakte liegt bei den meisten weit zurück, wer als Frau im Internet einen Partner sucht, der sucht ja meistens doch jemanden in der Nähe.

Und nicht in Manchester. Zum Beispiel…..!

Zudem: wer auf Facebook unterwegs ist, ist nicht zwingend auf Partnersuche und auch hier möchte man eher mit Freunden aus seinem eigenen Kreis verbunden sein, als mit völlig Fremden. Wenn man nicht gerade DER Freunde-Sammler schlechthin ist….! Aber auch da ist ein Romance-Scammer eher störend…

Alles Faktoren, die einen zumindest kurz nachdenken lassen sollten, ehe man mit einer Person, von der man nicht richtig einordnen kann, was sie von einem will, in Kontakt tritt.

Ist man vielleicht schon mittendrin, weil man sich nichts dabei gedacht hat oder der Kontakt sich (zu Beginn) so harmlos gestaltete, dass nichts daran auffällig war, aber man sich plötzlich mit Bitten oder gar Forderungen nach Geld konfrontiert sieht, sollte man sich umgehend informieren.

Das Netz bietet eine wahre Fundgrube an Informationen. Auch konkret nach demjenigen, mit dem man selbst in Kontakt ist, zu suchen, kann vieles zutage fördern. Laut den Tipps der Polizei soll man hierzu den Namen der Person, mit dem Zusatz „Romance-Scammer“ in die Suchmaschine GOOGLE eingeben, nicht selten gibt es schon Einträge und man hat manchmal schon innerhalb weniger Sekunden, Gewissheit, dass es sich mitnichten um einen harmlosen Flirtkontakt, denn einen fiesen Betrüger oder/und Heiratsschwindler handelt.

Auch das Portal www.wen-datet-er-noch.de, das dazu dient, Heiratsschwindler, Lügner, Romance-Scammer und Fremdgeher online aufspüren zu können, ist ein guter Anlaufpunkt im Internet, wenn man vermutet, belogen  oder betrogen zu werden.

Und: der wichtigste Rat überhaupt, aber ich denke, den allermeisten Frauen muss man ihn eigentlich nicht geben: schicken Sie kein Geld – niemals!!!!!

Schon gar nicht einer Person, die Se in Ihrem ganzen Leben noch niemals gesehen haben! Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, tauschen Sie sich mit Freundinnen aus, wenn Sie in eine solche Situation geraten, recherchieren und googlen Sie!

So manche Frau, die solch einem Typen vielleicht eine Menge Geld geschickt oder mit anderen materiellen Dingen ausgeholfen hat, macht sich heute noch Vorwürfe, dass sie schlussendlich auf einen Romance-Scammer rein gefallen ist.

Zudem sind Fälle bekannt, wo Frauen aus lauter Hilfsbereitschaft und in Anbetracht der „großen Liebe“ hohe Kredite aufgenommen und das Geld daraus unwissentlich einem Betrüger haben zukommen lassen – alles schon passiert!

Machen Sie sich – im Falle, Sie sind selbst betroffen oder ahnen, dass was nicht stimmt – unbedingt schlau! Das Internet bietet wohl die größte Quelle an Erfahrungsberichten und Tipps von Frauen, die online einem Betrüger aufsaßen oder auch von offiziellen Stellen, wie der Polizei.

Und noch etwas anderes ist ganz, ganz wichtig – eigentlich ist das vielleicht die wichtigste Botschaft in diesem so miesen und täglich größer werdendem „Romance-Scammer“-Sumpf:

dass von einer großen Liebe niemals – wirklich niemals! – die Rede sein kann, wenn man sich noch nie gesehen hat.

Und dass die so charmanten Herren, die früher oder später diskret danach fragen, ob man ihnen mit Geld aushilft, Phantome bleiben und sich real niemals zeigen, hat sich – online und offline – längst herumgesprochen.

Insofern: hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und machen Sie sich im Fall des Falles unbedingt schlau!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen,

auf Facebook unter:   https://www.facebook.com/lindatabea.vehlen

Bildnachweis: Fotolia, https://de.fotolia.com/id/16795490

Datei: #16795490 | Urheber: clytus

 

 

 

 

 

 

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