morgens„Männer suchen doch nur Sex und Frauen die große Liebe“ – diesen platten Satz hört und liest man öfter.

Umso erstaunlicher, dass eine Studie der Universität München vom Dezember letzten Jahres genau dies wohl herausgefunden hat. In Bezug auf Online-Dating! Dazu schreibt die „Schweriner Volkszeitung“:

„Die Universität München hat zusammen mit dem Online Dating Vergleichsportal zu-zweit.de die Vorlieben von 10 000 Nutzern in Bezug auf Online-Dating anhand ihrer Facebook-Profile untersucht.“

Und weiter zitiert das Blatt die Studie wie folgt: „Mehr als jeder dritte Mann sucht auf einer Dating-Plattformen vor allem nach einem Sex-Abenteuer…“.

Von diesen Männern, so die Studie, sollen zudem viele auch verheiratet sein (den Link zur Studie finden Sie am Ende des Artikels).

Diesem Thema (dass viele Männer, die daten, gebunden sind) wollen wir uns heute weniger widmen, sondern einfach mal der Frage nachgehen, wie man es als Frau bemerkt, dass der Typ aus der Singlebörse nur Sex möchte – erst mal unabhängig davon, ob verheiratet oder nicht. Oft (nicht immer!) zieht das Eine („nur Sex wollen“) das Andere „gebunden / verheiratet sein“ ja ohnehin nach.

Allerdings gibt es auch genügend Single-Männer die in Online-Dating-Portalen die Erfüllung schneller Sex-Abenteuer sehen. Viele Frauen, die online flirten, dürften diese überflüssige Erfahrung schon gemacht haben.

Standard-Tipps oder gar –Anzeichen, dass jemand einfach nur auf ein One-Night-Stand oder eine Affäre aus ist, gibt es leider nicht.

Auch deshalb, weil selbst mancher Mann, der zunächst eine wirklich feste Partnerin im Internet sucht, irgendwann – innerhalb der Kennenlernphase – umschwenkt von der „nach fester Beziehung suchen“ in die „nur eine Affäre“-Richtung.

Dana, eine Nutzerin des Fremdgeher-Aufdeckportals  www.wen-datet-er-noch.de schrieb uns erst kürzlich über ihre Erfahrung mit diesem Phänomen, das wir allerdings auch aus dem eigenen weiblichen Umfeld kennen.

Nur allzu oft kühlen glühend heiß begonnene Verbindungen nach einiger Zeit ab, verkommt die gewünschte Beziehung zur reinen sexuellen Affäre.

Auch bei Dana war es so. Sie lernte einen Mann über ein Dating-Portal kennen, mit dem sie viele Gemeinsamkeiten verband. Gleiche Hobbies, dieselben Einstellungen zu vielen Dingen, Bodenständigkeit und der Wunsch nach Harmonie – all das brachten beide mit, wie man gegenseitig voneinander erfuhr.

Auf erste Treffen folgten Ausflüge, auf Ausflüge erfolgten Abende bei ihr oder bei ihm – es war noch kein Vierteljahr um, als man zum Sex überging.

Dana, so erzählte sie es uns, wartete bewusst diese vielen Wochen ab, um sichergehen zu können, dass sie es mit einem Mann zu tun hat, der tatsächlich ernste Absichten mitbringt.

Dann aber doch:

Schon kurz nach der ersten sexuellen Begegnung flaut die Kommunikation seinerseits ab.

Vorschläge zu Unternehmungen oder Wochenendzielen kommen von ihm überhaupt nicht mehr – schlägt Dana was vor, weicht er aus, redet von Terminen geschäftlicher Art, die genau dann wohl voraussichtlich anstünden.

Treffen freilich gab es aber weiterhin, nur: sie fanden fast ausschließlich bei ihm oder bei ihr statt und liefen stets nach ein- und demselben Muster ab: man traf sich, plauderte, aß eine Kleinigkeit, trank einen Schluck Wein und – hatte Sex.

Auffällig auch, dass ER danach stets wieder heim fuhr und auch SIE, wenn sie bei ihm war, niemals dazu ermunterte, bis zum Morgen zu bleiben.

Da Dana sich aufdringlich vorkam, fuhr sie nach solchen Abenden stets wieder zu sich nach Hause und wurde immer frustrierter. Von seiner Seite aus kamen keine Impulse, die diese „Beziehung“ in eine andere, festere Richtung beförderten, das Ganze drohte zu einer Art „Freundschaft mit Extras“ – wie manche derlei Verbindungen nennen – zu mutieren.

Nicht zuletzt, weil Danas Singlebörsenbekanntschaft auch keinerlei Anstalten machte, über die gemeinsame Zukunft zu sprechen oder sich anderweitig romantisch artikulierte. Dana selbst hatte sich verliebt, hielt aber ihre Gefühle – angesichts der unübersichtlichen, unklaren Gesamtsituation – zurück.

Dass diese immer frustrierender wurde, verwundert nicht. Sie beschloss deshalb, Klarheit zu schaffen und schrieb ihm einen Brief, in dem sie ihre Gefühle darlegte und ihn bat, ihr – schriftlich oder mündlich – klipp und klar zu sagen, wie seine aussähen, wie er die Verbindung sieht.

Nachdem Sie den Brief abgesandt hatte, blieben Telefon, E-Mail-Postfach und Briefkasten für einige Tage stumm bzw. leer. Erst nach fast einer Woche kam seine Antwort: via E-Mail.

„Seine Gefühle“ so schrieb er „reichten nicht aus“. „Er“ so führte er weiter aus „hätte sich nicht in sie verliebt und eine feste Beziehung sei für ihn nicht vorstellbar“. Er verblieb obendrein mit „den besten Wünschen für die Zukunft“.

Dana traf diese unpersönliche, hölzern formulierte Nachricht wie ein Schlag, aber irgendwo wusste sie: genau DAMIT hatte sie gerechnet!

Ihre Vermutung: seinerseits hat er anfangs wohl – wie sie – nach einer festen Beziehung gesucht, nur: da SIE es für ihn nicht war, hat er wohl beschlossen, diese Bekanntschaft dann zumindest für eine sexuelle Verbindung zu nutzen.

Viele nicht verliebte Männer handeln leider so: statt die Wahrheit zu sagen, geht man(n) – ohne es der Frau mitzuteilen – zu einer sexuellen Liason über. Besonders bitter ist das stets für DIE Frauen, die sich verliebt haben, aber ohne es zu wissen nur die fragwürdige Rolle der Geliebten in einer Art Affäre spielen.

Dana hat für sich die Konsequenzen gezogen und ihre Bekanntschaft ein für allemal ad acta gelegt – Kontakt zu IHM hat sie nach seiner klaren Ansage nie wieder aufgenommen, auch wenn der Liebeskummer sie noch lange Zeit im Griff hatte.

Fälle wie diese kommen – gerade im Kosmos der Singlebörsen – wohl täglich und millionenfach vor. Eine(r) Seite (das kann auch der Mann sein) verliebt sich, die andere eben nicht (so sehr).

Während Frauen – das muss man ihnen zugutehalten – in den meisten Fällen „klar Schiff“ machen und kommunizieren, dass sie keine Chance für eine Beziehung sehen, lassen viele Männer, wenn sie sich nicht verliebt haben oder keine Chane auf eine feste Beziehung sehen „es“ weiter „laufen“ und sehen die Verbindung für sich als eine Art „Sex-Beziehung“.

Nicht wenige Männer SIND am Anfang Feuer und Flamme und wollen sehr wohl in Richtung „feste Beziehung“ gehen, merken dann aber nach einiger Zeit, dass es doch nicht die Traumfrau ist – auch das gibt es häufig und auch hier lassen viele (nicht alle!) männliche Zeitgenossen die Dinge laufen und nehmen nicht selten den Erotikfaktor mit.

Dann gibt’s da noch – ganz klar! – die „Sorte“ Singlebörsen-Männer, die schon allein nur mit der Absicht auf ein sexuelles Abenteuer oder eine Affäre in Dating-Börsen geht. Leider surfen die dann auch noch häufig in solchen Plattformen, wo es eigentlich um die Suche nach einer festen Partnerschaft geht.

Aber – ganz ehrlich! – die allermeisten dieser Exemplare disqualifizieren sich von Anbeginn selbst, bzw. fallen durch diverse Eigenschaften auf. Die da wären:

Während des Online-Datings:

• legen Sie einen plumpen Stil an den Tag („hey Du, wie geht’s?“)
• schlagen Sie häufig schon zeitnahe Treffen vor, wenn es noch nicht mal ein Telefonat gab
• schreiben sie oft belanglos und nicht hinterfragend im „Telegramm-Stil“
• sind sie häufig, vor allem abends und nachts lange online (lässt oft auf Kontakt mit sehr vielen Frauen parallel schließen)

Während des Dates:

• fallen öfter mal unpassende Bemerkungen in Richtung (gemeinsamer) Sex
• versucht er, den Abend so enden zu lassen, dass er bei Ihnen oder bei ihm endet.

Das sind soweit erst mal die häufigsten Anzeichen.

Legt vielleicht Ihr Singlebörsen-Mann diese nun gerade nicht an den Tag oder Sie sind so hin und weg von ihm, dass Sie drüber hinwegsehen (auch oft möglich!) und Sie gehen in die Kennenlernphase mit ihm über, dann sollten Ihre Alarmglocken schrillen wenn:

• er sich unregelmäßig meldet
• er nicht zeitnah zurück antwortet
• er häufig spontan und ohne vorherige Absprache was unternehmen oder „vorbeikommen“ will
• er die Dinge rasch so lenkt, dass ein Abschluss im Bett absehbar ist (Ausflug mit Übernachtung, usw.)
• er in der Kommunikation (E-Mail / Telefon) häufig eindeutig zweideutige Bemerkungen macht.

Natürlich gibt es viele Vorgehensweisen mehr, tagtäglich treiben irgendwelche Internet-Casanovas ihr Unwesen – und auch offline siehts leider nicht besser aus…!

Demgegenüber stehen aber noch immer viele, viele treue Seelen – Männer, die ernsthaft eine Partnerschaft suchen und auch entsprechend agieren.

Am besten, Sie hören auf Ihren Bauch. Wenn ein Datepartner die obigen Eigenschaften an den Tag legt und ihr Bauchgefühl sowieso schon rebelliert, ist eigentlich schon alles entschieden. Und wenn nicht: einfach achtsam bleiben.

Am Ende entscheiden Sie, was und wen Sie wollen! Auch eine Affäre darfs freilich sein – wenn BEIDE es wollen und sich nicht nur einer Hoffnung auf „mehr“ macht, ist doch alles im grünen Bereich!

Wie immer im Leben gilt: es soll allen Spaß machen!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen, auf Facebook unter: https://www.facebook.com/lindatabea.vehlen

Link zur Studie: http://www.svz.de/ratgeber/liebe-flirt-partnerschaft/maenner-suchen-sex-frauen-die-grosse-liebe-id12287306.html

Bildnachweis: Fotolia, https://de.fotolia.com/id/17224181?lightbox_page=8, Datei: #17224181 | Urheber: detailblick-foto

 

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