Die Ex eines Prominenten zu sein, kann sich lohnen…

Seit schon geraumer Zeit lächelt einem Barbara Becker im Baumarkt entgegen. Als lebensgroße Pappfigur, die unter anderem für Tapeten wirbt.

Die Frau, die bis dato nicht im Zusammenhang mit Baumarkt-Produkten in Erscheinung getreten ist, macht das, was so viele machen, die einmal mit einem Prominenten zusammen waren: sie macht mit ihrem (Nach-)Namen Business.

Warum man ausgerechnet eine Tapete kaufen soll, wo „Barbara Becker“ drauf steht, bleibt im Dunkeln, aber es offenbart: die Ex von einem Prominenten zu sein lohnt sich offenbar.

Und das meist über viele Jahre. Und zumeist für Frauen, die „davor“ kein Mensch kannte.

Auffällig an allen diesen Ex-Frauen von Prominenten ist, dass sie ohne den kostbaren Prominamen wohl kaum mehr Fuß fassen. In einigen Fällen – siehe Barbara Becker – natürlich auch nicht müssen.

Dass so ein Lebensmodell oft aber auch skurrile Blüten treibt sieht man am Beispiel von

Naddel. Die Ex von Dieter Bohlen macht seit ihrer Trennung eher mit fragwürdigen Geschäftsmodellen als mit einem seriösen Lebensstil Kasse. Ob als Werbefigur für die Erotikszene oder beim sogenannten „Promi-Boxen“ – Naddel ist dabei. Und lebt wie viele andere „Promi-Exen“ auch offenbar noch immer recht gut von diesem Status.

Ähnlich auch Simone Ballack, die man eigentlich nur als „Ex von Ballack“ kennt und sonst nirgendwo her. Aber auch sie ist präsent – ob im TV oder auf den roten Teppichen: der „Ex-Status“ lässt sich durch den bekannten Fußballstar noch immer bestens zelebrieren.

Dass das sogar immer noch einen Tick fragwürdiger geht geht, bewies kürzlich Monica Ivancan, der man abwechselnd die Berufsbezeichnung „Model“ oder „Ernährungsberaterin“ gibt, aber auch sie letzten Endes fast ausschließlich nur die „Pocher-Ex“ ist.

Und sich damit tüchtig in Szene setzt, frei nach dem Motto „jede Gelegenheit nutzen“. Dies tat sie jetzt, als sie hochschwanger im ABBA-Musical mitwirkte und dafür natürlich jede Menge Presse bekam. Da fragt man sich mit Blick auf so viel „Medienaufmerksamkeits-Geheische“ schon irgendwo: „geht??s noch?!“.

Aber scheinbar geht??s noch  lange – das angenehme Leben mit dem Status der „Ex eines Prominenten“.

Siehe Dana Schweiger, die erst kürzlich – im Zusammenhang mit dem feigen Anschlag auf Til Schweigers Haus – via BILD wichtigtuerisch verkünden ließ, dass sie, als es passiert ist, geschäftlich in den USA weilte. So kann man gleich mal wieder alle Welt wissen lassen, dass man noch da ist. Als „Ex von….“.

Auch sie wird seit jeher als Model bezeichnet, obgleich man im Alltag eher weniger vom Model „Dana Schweiger“ hört. Eher schon mehr davon, dass sie an einem Geschäft für Babyartikel beteiligt ist. Aber auch da gehört der Zusatz, „..die Ex von Til Schweiger.“ fast schon zum Standard. Was für das Business wohl eher nicht hinderlich sein dürfte…

Dass man als Verflossene eines bekannten Menschen aber auch gleich mal zum nächsten bekannten Zeitgenossen wechseln kann, bewies öffentlichkeitswirksam Verena Kerth.

Die nach der Kahn-Trennung irgendwann mit Medienmann Krug – der Wiederum der Ex von Veronica Ferres ist – zusammen war und somit das gesellschaftliche Parkett, deren Eintrittskarte dorthin einst Kahn war, gleich nutzte, um sich auch als neuen Partner wieder einen bekannten Mann zu angeln.

Alles legitim und sicher auch menschlich, aber fragwürdig dabei ist, dass diesen Frauen, die fast ausschließlich durch berühmte Männer selbst bekannt wurden, medial eine Aufmerksamkeit zuteil wird, die nicht wirklich gerechtfertigt ist.

Klar, die Schlagzeilen brauchen solche bunten Vögel, aber hätten es nicht die vielen Frauen, die sich im Land zum Beispiel für gesellschaftliche und soziale Dinge engagieren, Kinder, kranken und Benachteiligten (ehrenamtlich) helfen, viel mehr verdient, immer mal in größerem Umfang mediale Aufmerksamkeit und somit eine adäquate Würdigung zu  erfahren?

Sicher, auch über diese Frauen wird berichtet. Aber natürlich sehr viel seltener und oftmals nur in Form einer Randnotiz.

Dabei dürfte doch klar sein, dass weibliches soziales Engagement für Schwächere eher in der Öffentlichkeit lanciert werden sollte als zum Beispiel das affige Herumgehopse einer Möchtegern-Prominenten in einem Musical oder die Yoga-&üuml;bungen der Ex eines Tennisprofis!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen, auf Facebook unter http://www.facebook.com/lindatabea.vehlen?ref=tn_tnmn

Bildnachweis: Fotolia, © FotoSasch

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