Costa Cordalis sitzt in einer politischen Talkrunde zum Euro-Rettungspaket und viele Zuschauer erschrecken. Es ist aber nicht das Thema, was schieres Entsetzen auslöst, sondern das maskenhafte Gesicht des Sängers. 

Botox und Liftings haben sich hier wohl abgewechselt.

Der Mann, der nicht nur göttliche Sangeserfolge hatte, sondern einst auch wie ein griechischer Gott ausschaute ist – man kann es fast so sagen – eigentlich nur noch eine Karikatur seiner selbst. Fast könnte man meinen, hier sitzt eine Figur aus dem Wachsfigurenkabinett.

Kein Einzelfall im Heer der Gebotoxten und chirugisch Aufgepäppelten.

Botox selbst ist schon so sehr salonfähig geworden ist, dass das Nachspritzen für viele Menschen, allen voran Frauen, schon so selbstverständlich geworden ist wie der Gang zum Friseur. Erst kürzlich ließ sich eine Maklerin der TV-Sendung „mieten, kaufen, wohnen“ vor laufender Kamera – noch im zu verkaufenden Objekt –  botoxen. Von einem Kunden der wohl angeblich Schönheitschirurg ist. Sehr grenzwertig und hygienisch bedenklich noch dazu!  

Man fragt sich immer öfter, ob diese Leute überhaupt mal in den Spiegel schauen, wenn sie schon mehrere Botoxbehandlungen haben machen lassen.

Dieses erstarrte, maskenhafte Aussehen – das kann nicht schön und schon gar nicht erstrebenswert sein! 

Auch bei sicherlich sehr gut durchgeführten Botoxbehandlungen fällt auf, dass etwas im Gesicht anders ist. Anders und unwirklich. Nicht unbedingt das, was man sich vorstellt unter Schönheit und Attraktivität.

Eine Bekannte von mir fing vor Jahren – Botox war längst noch nicht so selbstverständlich wie heute – damit an, sich das Nervengift in die Augenpartie spritzen zu lassen. Sie verriet es niemandem, nicht mal ihrem Mann. Als wir uns zum Essen trafen, überlegte ich die ganze Zeit, was es ist, was mich so irritierte an ihr. Ich konnte es für mich gar nicht gleich überreißen, was anders ist, aber irgendwas war nicht mehr wie vorher. Ihr Blick schien  irgendwie kälter, stechender, ja, unfreundlicher, geworden zu sein.

Als sie mir gestand, dass sie beim Beauty-Doc war und die Augenpartie hat „machen lassen“, war es mir klar.

Auf Fotos betrachtete ich sie vor der Botoxbehandlung und nachher. Für mich stand fest: Vorher sah sie definitiv schöner aus, der Eingriff verlieh ihren Augen einen schräg gestellten, wie nach hinten getackerten, Touch, etwas katzenhaft und schlitzäugig fast, jedoch im negativen Sinne. 

Schaut man sich um auf dem Parkett der sogenannten „Schönen und Reichen“ fällt es auf – von Sylt bis nach St. Barth:

einstmals schöne Menschen, meist schon in den Enddreißigern und darüber hinaus, peifen auf ihr naturgegebenes Aussehen und entscheiden sich, sobald sich das eine oder andere Fältchen zeigt, ohne lange nachzudenken für Botox-Spritzen und chirurgische Eingriffe. 

Wie schade und wie traurig. Denn derlei „Schönheits“-maßnahmen machen die meisten Gesichter dieser Menschen gleichartig, das Unverwechselbare geht verloren.

Porzellanpuppen mögen schön sein im Museum oder bei Sammlern auf der Couch, aber es würde doch kein normaler Mensch auf die Idee kommen, sich diese als Beauty-Vorbild zu nehmen.

Aber genau das scheint der Fall zu sein – bestes Beispiel ist Nicole Kidman. Beautywahn pervers!

Auch ein Beispiel, wie man eigentlich nicht aussehen sollte, ist Carla Bruni. &üuml;ber ihre arrogante Art und „reiche-männerangel-Ader“  mag man streiten, aber dass sie einst eine Schönheit war, ist nicht wegzudiskutieren. Die Betonung allerdings liegt auf „war“.

So wie ihr Gesicht jetzt aussieht, möchte man meinen, sie hätte vorgehabt, sich Cleopatra-Augen „hoch zehn“ machen zu lassen. Starr, maskenhaft und schon fast schlitzäugig wirkt ihr Blick. Auch in andere Gesichtspartien wurde wohl gestochen…..Stirnrunzeln? Fehlanzeige.

Dasselbe erlebt man bei Partys und Empfängen rund um die roten Teppiche weltweit. Man sieht die ganzen Luxusladys und kann es nicht glauben. Ein Gesicht „festgefrorener“ als das andere!

Da wirkt oft auch die edelste Robe nicht! Couture, tolle Accessoires und ein Gesicht wie schockgefroren? Passt nicht zusammen!  

Natürlich ist es legitim, einiges für und in die Schönheit zu investieren. Aber es macht doch keinen Sinn, viel Geld auszugeben und danach kaum attraktiver auszusehen. Wer gutsituiert ist oder gar reich, täte doch besser daran, sich statt vom Chirurgen spritzen sich vom Visagisten für jeden Anlass top stylen zu lassen. 

Zumal das ein oder andere Fältchen überhaupt nicht ins Gewicht fällt und eher interessant macht, siehe Gudrun Landgrebe oder Senta Berger.

Aber das sind leider Ausnahmen. In Würde älter zu werden, ist scheinbar nicht mehr angesagt.

Schade eigentlich.

Dennoch muss natürlich jeder selbst wissen, was er tut. Tut er es jedoch zu oft und immer wieder, wünscht man sich, dass gute Freunde da wären und auch mal Klartext sprechen. Grenzen aufzeigen, dass und wann es reicht mit dem übertriebenen Beautywahn.

Geht natürlich nur, wenn die nicht selbst die Lippen zu Schlauchbooten aufgepumpt haben und somit der Kommunikation nur eingeschränkt mächtig sind…..

Im Zweifelsfall also lieber mal ein Cremetöpchen mehr ausprobieren, als sich mit mit ´nem „Wachsfiguren-Kabinett“-Gesicht der Lächerlichkeit preiszugeben!

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen     

Bildnachweis: Fotolia, schönheitswahn © detailblick #27275379

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